Berlin

Gedenken zum Jom Haschoa

Mit dem Verlesen der Namen der 55.696 von den Nazis ermordeten Berliner Juden und einer Gedenkfeier hat die Jüdische Gemeinde in Berlin am Montag an den 74. Jahrestag des Warschauer Ghettoaufstands erinnert.

Auf der Gedenkveranstaltung im Gemeindehaus Fasanenstraße sprach neben dem Gemeindevorsitzenden Gideon Joffe auch die Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld (CDU), ein Grußwort.

Zum Abschluss legten die Teilnehmer am Mahnmal vor dem Gemeindehaus einen Kranz nieder. Ein Rabbiner sprach das Kaddisch.

namenslesung Unter dem Motto »Jeder Mensch hat einen Namen« wurden zudem seit dem Vormittag vor dem Gemeindehaus die Namen der 55.696 von den Nazis ermordeten Berliner Juden aus dem Gedenkbuch des Landes vorgelesen.

Die Aktion, an der sich unter anderen Schüler des Jüdischen Gymnasiums Moses Mendelssohn und Mitglieder des Jüdischen Jugendzentrums beteiligten, war bis etwa 23 Uhr geplant. Die Gemeinde hatte zudem alle Berlinerinnen und Berliner zum Mitmachen aufgefordert. Die traditionelle Namenslesung wird seit 1996 jährlich veranstaltet. Am Jom Haschoa wird seit 1951 der NS-Opfer gedacht. epd

Architektur

Von Brandenburg nach Haifa

In Finow wird ein historisches Kupfer-Haus restauriert. Einst von Walter Gropius modernisiert, zogen die mobilen, industriell gefertigten Bauten mit ihren Eigentümern bis nach Palästina

von Mark Feldon  27.09.2026

Literatur

Wenn Fiktion zur Geschichtsschreibung wird

Der israelische Bestsellerautor Dror Mishani stellte im Gespräch mit Richard C. Schneider seinen neuen Roman »Nicht« vor

von Nora Niemann  27.09.2026

München

»Ihr Licht ist nicht verloschen«

Die Frauen-Mikwe der Gemeinde trägt seit Kurzem den Namen von Rebbetzin Shoshana Brodman

von Luis Gruhler  27.09.2026

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026