Berlin

Gedenken zum Jom Haschoa

Mit dem Verlesen der Namen der 55.696 von den Nazis ermordeten Berliner Juden und einer Gedenkfeier hat die Jüdische Gemeinde in Berlin am Montag an den 74. Jahrestag des Warschauer Ghettoaufstands erinnert.

Auf der Gedenkveranstaltung im Gemeindehaus Fasanenstraße sprach neben dem Gemeindevorsitzenden Gideon Joffe auch die Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld (CDU), ein Grußwort.

Zum Abschluss legten die Teilnehmer am Mahnmal vor dem Gemeindehaus einen Kranz nieder. Ein Rabbiner sprach das Kaddisch.

namenslesung Unter dem Motto »Jeder Mensch hat einen Namen« wurden zudem seit dem Vormittag vor dem Gemeindehaus die Namen der 55.696 von den Nazis ermordeten Berliner Juden aus dem Gedenkbuch des Landes vorgelesen.

Die Aktion, an der sich unter anderen Schüler des Jüdischen Gymnasiums Moses Mendelssohn und Mitglieder des Jüdischen Jugendzentrums beteiligten, war bis etwa 23 Uhr geplant. Die Gemeinde hatte zudem alle Berlinerinnen und Berliner zum Mitmachen aufgefordert. Die traditionelle Namenslesung wird seit 1996 jährlich veranstaltet. Am Jom Haschoa wird seit 1951 der NS-Opfer gedacht. epd

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