Hamburg

Flagge zeigen

Der Hanseat an sich tut sich etwas schwer mit Spontanität, und so ging es am Mittwochnachmittag zunächst etwas gemächlich zu beim Hamburger Flashmob, zu dem sich etwa 100 Menschen in der Fußgängerzone eingefunden hatten, um nach dem Anschlag von Brüssel ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.

Die Jüdische Gemeinde und viele andere Hamburger hatten sich versammelt, um mit Kippa und Israel-Flagge ihrer Sorge Ausdruck zu verleihen, dass in Europa ein neuer Antisemitismus entsteht.

europawahl Wolfgang Seibert von der Jüdischen Gemeinde Pinneberg sprach von den erschreckenden Ergebnissen der Europawahl, die einen neuen Rechtsruck und eine aufkeimende Fremdenfeindlichkeit belegte. Seibert beschränkte diesen Fremdenhass ausdrücklich nicht nur auf Juden, sondern ebenso auf die muslimische Gemeinde. Natürlich gebe es die verführerische Lösung, nach Israel auszuwandern, sagte Seibert. Das sei für ihn aber keine Option.

»Wir wollen gemeinsam mit unseren jüdischen, muslimischen und deutschen Freundinnen und Freunden ein Teil dieses Landes sein und dabei aktiv teilnehmen am Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit«, betonte Seibert.

Die Hamburger hatten sich Schawuot für den Flashmob ausgesucht, um an das Füreinander-da-sein über religiöse Grenzen hinweg zu erinnern.

Uckermark

Stille Weite

Alex Stolze ist Musiker und hat sich in einem Dorf unweit der deutsch-polnischen Grenze einen jüdischen Ort in Brandenburg geschaffen

von Katrin Richter  18.01.2026

Berlin

»Meine Überraschung war die Rosenblütenkonfitüre«

Laurel Kratochvila backt Challa, Rugelach und Bagels. Nun hat sie ein Buch über polnische Backkunst geschrieben, das die »New York Times« prämiert hat. Eine Reise in die Familiengeschichte und an den Straßenrand

von Katrin Richter  18.01.2026

Grunewald

Friedhof Heerstraße braucht mehr Platz

Die Gemeinde hofft auf die lang erwartete Erweiterung. 1200 neue Grabstellen sind geplant

von Christine Schmitt  18.01.2026

Porträt der Woche

Action als Lebenselixier

Ruth Frenk ist Gesangspädagogin, lebt am Bodensee und fand im Alter die große Liebe

von Matthias Messmer  18.01.2026

Gelnhausen

»Stopp! So geht das nicht!«

Die Stadt wollte das Rabbinerhaus aus dem 16. Jahrhundert verkaufen. Ein Förderverein schritt ein und entwickelt nun ein Konzept als »Ort des Dialogs«

von Eugen El  18.01.2026

Dessau-Roßlau

Buch zur jüdischen Geschichte Anhalts vorgestellt

Ein neues Buch informiert über jüdische Orte in Anhalt und soll zum Besuch anregen

 16.01.2026

Weimar

Trauer um Raymond Renaud

Der französische Überlebende des NS-Konzentrationslagers Buchenwald wurde 102 Jahre alt

 15.01.2026

Antisemitismus

Schriftstellerin Funk lebt lieber in Tel Aviv

Künstlerinnen und Künstler aus Israel klagen seit Langem über Schwierigkeiten in Deutschland

 15.01.2026

Hamburg

Espresso für die Seele

Der Jugendkongress der ZWST und des Zentralrats ist für viele das Highlight des Jahres. Hier findet eine Generation, die gestalten möchte, Impulse, Gespräche und Resilienz

von Eugen El  15.01.2026