Hamburg

Flagge zeigen

Der Hanseat an sich tut sich etwas schwer mit Spontanität, und so ging es am Mittwochnachmittag zunächst etwas gemächlich zu beim Hamburger Flashmob, zu dem sich etwa 100 Menschen in der Fußgängerzone eingefunden hatten, um nach dem Anschlag von Brüssel ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.

Die Jüdische Gemeinde und viele andere Hamburger hatten sich versammelt, um mit Kippa und Israel-Flagge ihrer Sorge Ausdruck zu verleihen, dass in Europa ein neuer Antisemitismus entsteht.

europawahl Wolfgang Seibert von der Jüdischen Gemeinde Pinneberg sprach von den erschreckenden Ergebnissen der Europawahl, die einen neuen Rechtsruck und eine aufkeimende Fremdenfeindlichkeit belegte. Seibert beschränkte diesen Fremdenhass ausdrücklich nicht nur auf Juden, sondern ebenso auf die muslimische Gemeinde. Natürlich gebe es die verführerische Lösung, nach Israel auszuwandern, sagte Seibert. Das sei für ihn aber keine Option.

»Wir wollen gemeinsam mit unseren jüdischen, muslimischen und deutschen Freundinnen und Freunden ein Teil dieses Landes sein und dabei aktiv teilnehmen am Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit«, betonte Seibert.

Die Hamburger hatten sich Schawuot für den Flashmob ausgesucht, um an das Füreinander-da-sein über religiöse Grenzen hinweg zu erinnern.

Maccabiah

»Jetzt erst recht«

Die Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland sind hoch motiviert. Für manche ist es nicht das erste Mal, dass sie in Israel dabei sind – bei den Medaillen spielen sie ganz vorn mit

von Sabine Brandes  08.07.2026

Programm

Schostakowitsch, Punk und Nathan in der Schwebebahn: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 9. Juli bis zum 16. Juli

 08.07.2026

50 Jahre in Deutschland

»Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte gelernt«

Was ist typisch deutsch, was typisch amerikanisch? Holly-Jane Rahlens kennt sich mit beiden Nationen aus. Die Autorin lebt seit mehr als 50 Jahren in Berlin

von Nina Schmedding  08.07.2026

München

»Auf geht’s – an die Arbeit!«

Die Israelitische Kultusgemeinde hat einen neuen Vorstand gewählt. Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin im Amt bestätigt

von Leo Grudenberg  07.07.2026

Rabbinerausbildung

Levinson-Stiftung als Institut an der Uni Potsdam anerkannt

Neuer Meilenstein für die Ausbildung liberaler und konservativer Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Kantorinnen und Kantoren

 07.07.2026

Bayern

Die jüdische Gemeinde München hat einen neuen Vorstand gewählt

Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern bestätigt

 06.07.2026 Aktualisiert

Porträt der Woche

Die Kraft der Sichtbarkeit

Rivkah Schwarzbart entwirft seit dem 7. Oktober jüdischen Schmuck und lebt in München

von Katrin Diehl  05.07.2026

Kommentar

Meine Angst

Was es heißt als Jude in Deutschland nach dem 7. Oktober zu leben. Ein Aufschrei von André Herzberg

von André Herzberg  05.07.2026

Schule

Blick nach vorn

Das Helene-Habermann-Gymnasium in München verabschiedete seine Abiturientinnen und Abiturienten – und feierte zugleich zehnjähriges Bestehen

von Ellen Presser  05.07.2026