Kindergarten

»Es ist mir zu heikel«

In Israel müssen viele Kinder nach den Angriffen in der vergangenen Nacht heute zu Hause bleiben. Schulen sind aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch in Deutschland sind Eltern, deren Kinder jüdische Kindergärten besuchen, um deren Sicherheit besorgt. Wir haben mit einer Mutter, die anonym bleiben möchte, gesprochen.

Weshalb haben Sie sich entschlossen, Ihr Kind heute nicht in die Kita zu schicken?
In erster Linie wegen der momentanen Situation in Israel. Es ist mir zu heikel, denn ich weiß nicht, welche Auswirkungen das in Deutschland haben könnte – das haben wir bereits bei früheren Eskalationen in Israel gesehen. Es gibt genug einzelne Verrückte, die das ausnutzen.

Sind Sie mit den Sicherheitsvorkehrungen in der Kita zufrieden?
Ja, eigentlich schon. Sie sind sehr aufmerksam. Es ist traurig genug, dass wir so einen Schutz benötigen.

Wie haben Sie die Geschehnisse am Dienstagabend verfolgt?
Generell bin ich durch meine Familie in Israel und durch israelische Nachrichten immer informiert. So auch gestern. Meine Tante in Israel musste gestern mit ihrer Familie in einem Bunker Schutz suchen. Sie schickte Videos. Ich sehe mir auch Postings in den sozialen Medien an. Es ist schwer nachzuvollziehen, was der eigentliche Grund der Eskalation gewesen ist. In erster Linie bin ich aber besorgt um meine Familie in Israel, und ich bin erschrocken über die Raketen.

Fühlen Sie sich in Deutschland sicher?
An sich fühle ich mich sicher in Deutschland. 

Mit der Mutter sprach Katrin Richter.

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