Kindergarten

»Es ist mir zu heikel«

In Israel müssen viele Kinder nach den Angriffen in der vergangenen Nacht heute zu Hause bleiben. Schulen sind aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch in Deutschland sind Eltern, deren Kinder jüdische Kindergärten besuchen, um deren Sicherheit besorgt. Wir haben mit einer Mutter, die anonym bleiben möchte, gesprochen.

Weshalb haben Sie sich entschlossen, Ihr Kind heute nicht in die Kita zu schicken?
In erster Linie wegen der momentanen Situation in Israel. Es ist mir zu heikel, denn ich weiß nicht, welche Auswirkungen das in Deutschland haben könnte – das haben wir bereits bei früheren Eskalationen in Israel gesehen. Es gibt genug einzelne Verrückte, die das ausnutzen.

Sind Sie mit den Sicherheitsvorkehrungen in der Kita zufrieden?
Ja, eigentlich schon. Sie sind sehr aufmerksam. Es ist traurig genug, dass wir so einen Schutz benötigen.

Wie haben Sie die Geschehnisse am Dienstagabend verfolgt?
Generell bin ich durch meine Familie in Israel und durch israelische Nachrichten immer informiert. So auch gestern. Meine Tante in Israel musste gestern mit ihrer Familie in einem Bunker Schutz suchen. Sie schickte Videos. Ich sehe mir auch Postings in den sozialen Medien an. Es ist schwer nachzuvollziehen, was der eigentliche Grund der Eskalation gewesen ist. In erster Linie bin ich aber besorgt um meine Familie in Israel, und ich bin erschrocken über die Raketen.

Fühlen Sie sich in Deutschland sicher?
An sich fühle ich mich sicher in Deutschland. 

Mit der Mutter sprach Katrin Richter.

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026

Ferien

Spiel, Spaß, Werte

Gerade beginnt der dritte Turnus der ZWST-Machanot. Bildungsreferentin Liya Cinciper über Heimweh, Handyzeiten und Kühlung bei Hitze

von Helmut Kuhn  13.08.2026

Hitze

Kühl beten, kühl bleiben

Gemeinden und jüdische Einrichtungen bekommen die hohen Temperaturen sehr zu spüren. Einige behelfen sich mit kalten Tüchern, manche mit Ventilatoren, andere haben Klimaanlagen

von Katrin Richter  13.08.2026

Programm

Summer Open Airs in Frankfurt und Hannover, und ein Rendezvous für Hercule Poirot - mit einer Leiche

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 13. August bis zum 20. August

 12.08.2026

Wiesbaden

Hessen verlängert Staatsvertrag mit jüdischen Gemeinden

Die Zahlungen an jüdische Gemeinden steigen schrittweise

 12.08.2026

Brandenburg

Cyberangriff auf Gedenkstätten

Immer wieder schädigen Ransomware-Attacken Behörden, Krankenhäuser und andere Einrichtungen. In Brandenburg ist nun die Gedenkstätten-Stiftung betroffen

 11.08.2026

Gedenken

Stolpersteine für jüdische Familie Frank in Erfurt

Als Zwölfjährige wurde Ingeburg Geißler nach Theresienstadt deportiert. Jahrzehnte später erzählt sie von ihrem Schicksal. Ihre Stimme soll nun bei der Gedenkveranstaltung erklingen

 11.08.2026

Porträt der Woche

Aus Erfahrung handeln

Marina Koren hat Ausgrenzung erlebt und unterstützt heute Betroffene von Hassgewalt

von Gerhard Haase-Hindenberg  09.08.2026