Kindergarten

»Es ist mir zu heikel«

In Israel müssen viele Kinder nach den Angriffen in der vergangenen Nacht heute zu Hause bleiben. Schulen sind aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch in Deutschland sind Eltern, deren Kinder jüdische Kindergärten besuchen, um deren Sicherheit besorgt. Wir haben mit einer Mutter, die anonym bleiben möchte, gesprochen.

Weshalb haben Sie sich entschlossen, Ihr Kind heute nicht in die Kita zu schicken?
In erster Linie wegen der momentanen Situation in Israel. Es ist mir zu heikel, denn ich weiß nicht, welche Auswirkungen das in Deutschland haben könnte – das haben wir bereits bei früheren Eskalationen in Israel gesehen. Es gibt genug einzelne Verrückte, die das ausnutzen.

Sind Sie mit den Sicherheitsvorkehrungen in der Kita zufrieden?
Ja, eigentlich schon. Sie sind sehr aufmerksam. Es ist traurig genug, dass wir so einen Schutz benötigen.

Wie haben Sie die Geschehnisse am Dienstagabend verfolgt?
Generell bin ich durch meine Familie in Israel und durch israelische Nachrichten immer informiert. So auch gestern. Meine Tante in Israel musste gestern mit ihrer Familie in einem Bunker Schutz suchen. Sie schickte Videos. Ich sehe mir auch Postings in den sozialen Medien an. Es ist schwer nachzuvollziehen, was der eigentliche Grund der Eskalation gewesen ist. In erster Linie bin ich aber besorgt um meine Familie in Israel, und ich bin erschrocken über die Raketen.

Fühlen Sie sich in Deutschland sicher?
An sich fühle ich mich sicher in Deutschland. 

Mit der Mutter sprach Katrin Richter.

Orthodoxie

»Koschere Haare sind teuer«

Chaya Chapoval über steigende Scheitelpreise, die Arbeit hinter einer Perücke und Rabbiner-geprüfte Haarteile

von Mascha Malburg  17.08.2026

Freiburg

Geschichten eines Onkels

Aviva Rabinovich recherchierte das Schicksal ihres Verwandten Konrad Goldmann – und widmet ihm zusammen mit dem Regisseur Nathan Lifschitz einen Dokumentarfilm

von Anja Bochtler  17.08.2026

Brandenburg

An einem Mittwoch in Cottbus

Was geschieht an einem ganz normalen Tag in einer jüdischen Gemeinde? Wir waren vor Ort und begegneten Menschen zwischen Chorproben und Amtsterminen

von Leon Stork  16.08.2026

München

Für die junge Generation

Künftig wird Rabbiner Elie Dues als Jugendrabbiner die religiöse Arbeit der Israelitischen Kultusgemeinde unterstützen

von Luis Gruhler  16.08.2026

Porträt der Woche

»Mein Glück war Alfred«

John Günther ist Künstler, religiös und lebte 62 Jahre mit seinem Mann zusammen

von Heike Linde-Lembke  16.08.2026

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026

Ferien

Spiel, Spaß, Werte

Gerade beginnt der dritte Turnus der ZWST-Machanot. Bildungsreferentin Liya Cinciper über Heimweh, Handyzeiten und Kühlung bei Hitze

von Helmut Kuhn  13.08.2026

Hitze

Kühl beten, kühl bleiben

Gemeinden und jüdische Einrichtungen bekommen die hohen Temperaturen sehr zu spüren. Einige behelfen sich mit kalten Tüchern, manche mit Ventilatoren, andere haben Klimaanlagen

von Katrin Richter  13.08.2026