Frankfurt

Engagement auf dem Stundenplan

Die Violinen sind gestimmt, die Klarinetten geputzt, und Notenblätter liegen bereit. Für die 24 jungen Musiker und Musikerinnen des WIZO-Jugendorchesters aus Tiberias stand der Auftritt am Mittwochabend im Frankfurter Philanthropin nicht nur musikalisch unter einem guten Stern. Denn die Künstler zwischen 11 und 19 Jahren wurden erstmals von der »Schul-WIZO« empfangen.

Bei dem Projekt, das von Alexa Brum, der Leiterin der I. E. Lichtigfeld Schule, im Rahmen des Ehrenamt-Programms ins Leben gerufen wurde, haben Schülerinnen und Schüler der achten Klasse die Möglichkeit, sich an der Vorbereitung und Ausgestaltung von Veranstaltungen zu engagieren. Und das taten sie mit großer Begeisterung, denn die Gäste, die abends ins Philanthropin kamen, wurden von lachenden Kindern herzlich empfangen.

Kanapees Und da neben dem vielfältigen Programm des WIZO-Jugendorchesters, das unter der Leitung von Noam Yaakoby über Werke von Bach bis zu Mendelssohn-Bartholdy spielt, auch das leibliche Wohl eine Rolle spielte, hatten die Frankfurter Schüler ein Büfett mit allerlei selbst gemachten Kanapees vorbereitet.

In WIZO-T-Shirts warteten sie in der Pause hinter dem Tresen und boten den Konzertbesuchern Obstspieße und Kuchen an. Diese genossen die Leckereien und füllten dabei gleichzeitig die Spendenkasse für das Bar- und Batmizwa-Projekt der WIZO.

Für das WIZO-Jugendorchester, das von der Stadt Worms, einer Partnerstadt von Tiberias, eingeladen wurde, um mit Wormser Musikern gemeinsam zu spielen, ist Frankfurt keine Unbekannte. Schon 2009 trat das Orchester im Festsaal des Ignatz-Bubis-Gemeindezentrums auf.

Aber nicht nur die »Arbeit«, sondern auch das Vergnügen standen während des dreitägigen Aufenthaltes auf dem Programm der Jugendlichen. Dank großzügiger Spenden konnte die WIZO Frankfurt den Orchestermitgliedern einige unvergessliche Tage in der Mainmetropole bereiten, die von einer Schiffsfahrt über einen Zoobesuch bis hin zur Besichtigung des Senckenberg-Museums reichten, zu dem die Stadt Frankfurt eingeladen hatte.

Und weil neben Natur und Kultur auch Bummeln das Herz eines Teenagers höher schlagen lässt, gab es noch Geschenkgutscheine für einen Tag im NordWestWentrum, Frankfurts beliebtestes Shopping-Herz. Vollgepackt, zufrieden und sichtlich müde flog das Jugendorchester am Abend nach Israel zurück.

www.wizo-ev.org

Düsseldorf

Ein Abend voller Sorge und Hoffnung

Die Jüdische Gemeinde ehrt Wirtschaftsministerin Mona Neubaur mit der Josef-Neuberger-Medaille

von Stefan Laurin  04.11.2026

Tel Aviv

Wie Andrea Kiewel sich endlich traute

Andrea Kiewel überrascht sich selbst und überwindet ihre Scheu vor dem Widerspruch – wegen Halloween

von Andrea Kiewel  04.11.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 4. November bis zum 12. November

 04.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Sachsen-Anhalt

Lotto fördert Dachsanierung der Synagoge in Gröbzig

Die jüdische Gemeinde in Gröbzig entstand im 17. Jahrhundert nur wenige Kilometer entfernt von der anhaltischen Residenzstadt Köthen. Die 1796 errichtete klassizistische Synagoge wird seit 1934 als Museum genutzt

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Verantwortung

Abschied und Neuanfang

David Beck übernimmt als Nachfolger von Andreas Franck das Amt des Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz

von Luis Gruhler  02.11.2026

Feier

»Ein Zuhause«

Es war ein bewegender Moment: Nach langer Planung öffnete die bundesweit wirkende Jüdische Akademie in Frankfurt ihre Türen. Mit Prominenz, rabbinischem Segen - und eindringlichen Worten gegen Antisemitismus

von Leticia Witte  02.11.2026

Eröffnungsrede

»Raum geben für Differenzierung«

Zentralratspräsident Josef Schuster skizzierte in seiner Rede zur Eröffnung der Jüdischen Akademie, welche Rolle sie in der Gesellschaft spielen soll. Wir dokumentieren die Ansprache im Wortlaut

von Josef Schuster  02.11.2026