Neujahrsempfang

»Eine kleine Heimat«

Wir freuen uns, dass der Empfang bei uns stattfindet», sagte Jörg Kaminski zur Begrüßung. Außer ihm kamen viele Omanut-Mitarbeiter und -Teilnehmer zum Neujahrsempfang der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) in das Kunstatelier in der Joachimsthaler Straße, in dem Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung aktiv sind und arbeiten.

Mehrere Tage lang hatten sie die Werkstatt mit ihren Bildern, Collagen und Mosaiken gestaltet und dort ihre selbst gezogenen koscheren Kerzen aufgestellt, um ihre Arbeiten rechtzeitig zum Empfang am Donnerstag präsentieren zu können.

Zum ersten Mal hatte die ZWST ihren Neujahrsempfang in das Kunstatelier Omanut verlegt, dessen Träger sie ist. Das Projekt wird außerdem von der Aktion Mensch gefördert. Neben Teilnehmern, Pädagogen und ZWST-Mitarbeitern kamen auch Interessierte anderer Organisationen und Verbände, um sich ein Bild zu machen, darunter Imrich Donath von Akim Deutschland – die Organisation sammelt Spenden für Behindertenprojekte in Israel – und Sabina Bombien-Theilmann, stellvertretende Geschäftsführerin von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

gemeinschaft «Die Teilnehmer finden hier eine kleine Heimat», sagte Sarah Singer vom ZWST-Vorstand in ihrer Rede. Es sei ihr und den Mitarbeitern wichtig, diese zu erhalten. Die Eltern der Omanut-Teilnehmer sind froh, dass ihre mittlerweile erwachsenen Kinder hier aufgefangen werden und in den Räumen in der Joachimsthaler Straße arbeiten können.

«Und die Bilder und Kerzen sind einfach toll», schwärmte Singer. Es sei wichtig, dass man schwächeren Menschen helfe, denn am Ende zähle nur die Gemeinschaft, betonte Singer. Sie wünscht sich auch in anderen Städten «so ein tolles Angebot».

Gemeinderabbiner Jonah Sievers betonte in seiner Ansprache, dass er sich freue, dass es eine jüdische Einrichtung für die Betroffenen gebe, in der sie mit ihrer eigenen jüdischen Identität leben können. Er hoffe, dass sich das Kunstatelier auch im neuen Jahr weiter gut entwickelt. Seit knapp sieben Jahren ist das Atelier ein Treffpunkt für etwa 20 Teilnehmer, die von Pädagogen und Kunsttherapeuten betreut werden.

Lesen Sie mehr in unserer nächsten Printausgabe.

Kunstatelier Omanut, Tag der offenen Tür, Sonntag 18. Oktober 14 bis 17 Uhr, Joachimsthaler Str 13

Frankfurt

Transparentes Haus

Die Jüdische Akademie des Zentralrats will ihren Besuchern ein vielseitiges Angebot machen

von Ayala Goldmann  04.11.2026

Düsseldorf

Ein Abend voller Sorge und Hoffnung

Die Jüdische Gemeinde ehrt Wirtschaftsministerin Mona Neubaur mit der Josef-Neuberger-Medaille

von Stefan Laurin  04.11.2026

Tel Aviv

Wie Andrea Kiewel sich endlich traute

Andrea Kiewel überrascht sich selbst und überwindet ihre Scheu vor dem Widerspruch – wegen Halloween

von Andrea Kiewel  04.11.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 4. November bis zum 12. November

 04.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Sachsen-Anhalt

Lotto fördert Dachsanierung der Synagoge in Gröbzig

Die jüdische Gemeinde in Gröbzig entstand im 17. Jahrhundert nur wenige Kilometer entfernt von der anhaltischen Residenzstadt Köthen. Die 1796 errichtete klassizistische Synagoge wird seit 1934 als Museum genutzt

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Verantwortung

Abschied und Neuanfang

David Beck übernimmt als Nachfolger von Andreas Franck das Amt des Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz

von Luis Gruhler  02.11.2026

Feier

»Ein Zuhause«

Es war ein bewegender Moment: Nach langer Planung öffnete die bundesweit wirkende Jüdische Akademie in Frankfurt ihre Türen. Mit Prominenz, rabbinischem Segen - und eindringlichen Worten gegen Antisemitismus

von Leticia Witte  02.11.2026