Berlin

Eine Kindheit im Ghetto

Es ist ein Schicksal, das auch heute noch so unfassbar wie verstörend ist. Der 1933 im litauischen Kowno geborene Shalom Eilati wurde 1941 zusammen mit seinen Eltern in das Ghetto der Stadt deportiert.

Dort überlebte Eilati gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Schwester mehr als drei Jahre, bevor er kurz nach der sogenannten Kinderaktion im März 1944 flüchten konnte. Sein Vater wird nach ihrer Umsiedlung in das Ghetto nach Riga deportiert und dort von den Nazis ermordet.

Autobiografie
Anlässlich der deutschen Erstveröffentlichung von Shalom Eilatis Autobiografie Ans andere Ufer der Memel. Flucht aus dem Kownoer Ghetto hat der Autor am Dienstagabend in Berlin von seinem Überleben während der NS-Zeit berichtet. In Anwesenheit des Autors las der Schauspieler Christian Berkel zudem mehrere Kapitel aus dem Buch.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen und Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

freiheit In bewegenden Worten sprach Eilati darüber, wie er als Kind eine Barriere zwischen sich und dem Ghetto zu errichten versuchte. »Meine kindliche Naivität hat mich vor dem Terror der Nazis bewahrt«, betonte er im Gespräch mit Christian Berkel.

Er brauchte dennoch 20 Jahre, um seine 1999 erschienene Biografie zu vollenden. Darin schreibt er: »Es tat weh, alte Verbände herunterzunehmen, die längst mit dem Fleisch verwachsen waren, doch als das Buch fertig war, konnte mein Körper endlich wieder frei atmen.«

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026

Vorschau

Widderhorn im Dom und ein Hauch von »Yiddish Summer« - Festival »Shalom-Musik.Koeln«

Begegnungen, Neugier und Zuhören fördern - das wollen die Macher des Festivals »Shalom-Musik.Koeln«. Und reichlich Musik und Gesang auf die Bühne bringen. Der Verein hinter dem Festival bekommt dafür jetzt einen Preis

von Leticia Witte  20.08.2026

Essen

Challa, Suppe – und was noch?

Jeden Freitagabend, wenn der Schabbat beginnt, kommen die leckersten Speisen auf den Tisch. Wir haben nachgefragt, was neben den Hefezöpfen auf keinen Fall fehlen darf

von Katrin Richter  20.08.2026

Block-Prozess

Verteidiger: Ermittlungen zum Fall Block waren zu einseitig

Die Chefermittlerin im Fall Block hat ihre Zeugenbefragung abgeschlossen. Nur einer, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt

 19.08.2026

Aktion

»Kunst, Gedichte, gute Wünsche«

Die Juristin Katya Assaf-Zakharov über das Projekt »Du bist am Zug«, Teilhabe und persönliche Botschaften im Stadtbild von Berlin

von Christine Schmitt  19.08.2026

Programm

Ein Moped-Gottesdienst, Kaffee, Kuchen und ein Zirkus-Koffer in Frankfurt: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 20. August bis zum 27. August

 19.08.2026

Berlin/München

Knobloch über AfD und NSDAP: »Vergleichen sollte man«

Die AfD bekommt Zulauf wie nie zuvor. Die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden fühlt sich an dunkle Zeiten erinnert

 19.08.2026

Anoha

Mit allen Sinnen

Im Museum erleben Kinder die Geschichte der Arche Noah spielerisch – und lernen dabei etwas über Vielfalt, Respekt und ein gutes Miteinander

von Alicia Rust  18.08.2026

Berlin

Gedenkzeichen für erste Rabbinerin der Welt

Regina Jonas wurde 1942 in das KZ Theresienstadt verschleppt und 1944 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Ende August wird ihrer mit einem Gedenkzeichen gedacht

 18.08.2026