Auszeichnung

Ehrung für Verlegerin

Der Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, Tim Renner, überreichte am Mittwoch der Autorin, Herausgeberin und Verlegerin Tilly Boesche-Zacharow im Auftrag des Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Renner würdigte Tilly Boesche-Zacharow als einen der Menschen, die sich »durch Engagement und mit Leidenschaft gegen das Vergessen gewendet haben«.

forum Durch ihr herausragendes Verlagsprogramm und ihre langjährige Arbeit für die exilierten jüdischen Autorinnen und Autoren in Israel habe sie jenen ein Forum geboten, die unter den Nationalsozialisten verstummen mussten.

»Wir können nur aktiv bewahren, wenn wir nicht vergessen und uns unserer Geschichte und Verantwortung stellen«, betonte Renner. Dazu habe Tilly Boesche-Zacharow mit ihrer verlegerischen Tätigkeit einen entscheidenden Beitrag geleistet.

Tilly Boesche-Zacharow lebt abwechselnd in Berlin und Haifa. Seit 1950 arbeitet sie als freiberufliche Schriftstellerin. 1980 gründete sie gemeinsam mit Ihrem Sohn Norbert den M & N Boesche Verlag Berlin-Haifa. Ihr verlegerisches Engagement ist seitdem den exilierten und immigrierten jüdischen Autoren in Israel gewidmet. Von 1980 bis zu dessen Auflösung im Jahre 2005 war sie Mitglied im Verband Deutschsprachiger Schriftsteller in Israel (VDSI). ja

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 4. November bis zum 12. November

 04.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Sachsen-Anhalt

Lotto fördert Dachsanierung der Synagoge in Gröbzig

Die jüdische Gemeinde in Gröbzig entstand im 17. Jahrhundert nur wenige Kilometer entfernt von der anhaltischen Residenzstadt Köthen. Die 1796 errichtete klassizistische Synagoge wird seit 1934 als Museum genutzt

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Verantwortung

Abschied und Neuanfang

David Beck übernimmt als Nachfolger von Andreas Franck das Amt des Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz

von Luis Gruhler  02.11.2026

Feier

»Ein Zuhause«

Es war ein bewegender Moment: Nach langer Planung öffnete die bundesweit wirkende Jüdische Akademie in Frankfurt ihre Türen. Mit Prominenz, rabbinischem Segen - und eindringlichen Worten gegen Antisemitismus

von Leticia Witte  02.11.2026

Eröffnungsrede

»Raum geben für Differenzierung«

Zentralratspräsident Josef Schuster skizzierte in seiner Rede zur Eröffnung der Jüdischen Akademie, welche Rolle sie in der Gesellschaft spielen soll. Wir dokumentieren die Ansprache im Wortlaut

von Josef Schuster  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Es ist die erste Institution dieser Art in der Bundesrepublik. Was hat es damit auf sich?

 02.11.2026