Fussball

»Diese Momente versprühen eine Magie«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: picture alliance/dpa

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, freut sich angesichts des Einzugs des jüdischen Clubs TuS Makkabi Berlin in den DFB-Pokal über den Fokus auf das Sportliche.

Wenn es am Sonntag für TuS Makkabi Berlin gegen den VfL Wolfsburg geht, stehe in erster Linie der Sport im Mittelpunkt, sagte der 69-Jährige einer Mitteilung des Zentralrats von Freitag zufolge: »Und das ist gut so.«

Das Spiel »wird zu einer Sehnsucht. In ihm steckt der Wunsch, dass gar nichts daran historisch ist«, sagte Schuster. Es gehe für die Dauer des Spiels nur darum, wer im fairen, sportlichen Wettstreit den Sieg davontrage, um nichts weiter. »Diese Momente versprühen eine Magie, die ich mir häufiger auch im Alltag unserer Gesellschaft wünschen würde.«

Der Oberligist tritt durch den Gewinn des Berliner Landespokals erstmals im DFB-Pokal an. Der Erfolg habe »eine Welle des Stolzes in der jüdischen Gemeinschaft in ganz Deutschland ausgelöst«, sagte Schuster. »Die Spuren der Makkabivereine führen in Zeiten, in denen Juden aus Sportvereinen in Deutschland ausgeschlossen wurden und ihre eigenen Clubs gründeten. Sie sind heute ein Hort jüdischer Werte wie Offenheit und Gemeinschaft, ja jüdischer Philanthropie.«

Einer der Vorgängerclubs von Makkabi Berlin war unter dem Namen Bar Kochba 1898 gegründet worden, hatte zeitweise 40.000 Mitglieder aus 24 Ländern.

1938 wurden jüdische Sportvereine in Deutschland unter der Nazi-Herrschaft verboten. Es dauerte bis 1970, ehe der Verein unter dem aktuellen Namen von jüdischen Sportlern neu gegründet wurde.

Seder

Es ist unsere Freiheit

Zu Pessach setzen wir unser Vertrauen in die Kraft des Guten

von Charlotte Knobloch  31.03.2026

Pessach

Der leere Stuhl

Für viele bedeutet der Seder, auf geliebte Menschen zu verzichten. Hier erzählen vier Frauen und Männer, wer an Pessach fehlt – und was ihnen Hoffnung gibt

von Nicole Dreyfus  31.03.2026

Programm

Führung, Erinnerung und Vorträge: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 2. April bis zum 16. April

 30.03.2026

»Koscher-Licious«

Mazze, Challe, Wodka

Viele Besucher und noch mehr gute Laune gab es beim Streetfoodfestival auf dem Pears-Campus von Chabad in Berlin. Bereits zum fünften Mal probierten sich Gäste durch das Angebot

von Alicia Rust  29.03.2026

Meinung

Das Gedenken schützen

Ein linksextremes Bündnis plant zum Jahrestag der Befreiung Buchenwalds eine antisemitische Kundgebung. Thüringens Juden wehren sich gegen die Provokation

von Reinhard Schramm, Marek Sierka  29.03.2026

Porträt der Woche

Für alt und jung

Judit Marach hat in einem Seniorenheim gearbeitet – heute ist sie Schulsekretärin

von Gerhard Haase-Hindenberg  29.03.2026

Frankfurt

Wieder zusammen

Fast neun Jahrzehnte nach dem Novemberpogrom 1938 wird der Silberschmuck einer Torarolle erstmals als Einheit präsentiert

von Eugen El  29.03.2026

Ilja Richter

Zu Hause zwischen den Stühlen

Der Schauspieler stellte sein neues Buch vor und verzauberte das Publikum mit Gesang, Rezitationen – und sogar als Bauchredner

von Nora Niemann  29.03.2026

Oldenburg

»Es ist gesund, wenn nicht alles von nur einem Rabbiner abhängt«

Seit einem Jahr amtieren Netanel Olhoeft und Levi Israel Ufferfilge in der Gemeinde. Nun wurden sie auch offiziell eingeführt. Wie funktioniert die rabbinische »Doppelspitze«?

von Mascha Malburg  28.03.2026