Norderstedt

Das starke Band der Sympathie

»Kommen Sie, tanzen Sie mit uns!« Und sie trauten sich. Allerdings nur die Frauen. »Ich bin von den norddeutschen Männern ziemlich enttäuscht«, meinte Matti Goldschmidt. Der israelische Tanzlehrer lud auf dem großen Israelfest auf der Landesgartenschau Norderstedt Mitte Juli zu israelischen Tänzen ein.

Kaum hatte er eine Runde beendet, erklang im Bustan, dem biblischen Wein- und Obstgarten des Vereins »Chaverim – Freundschaft mit Israel« Klesmermusik. Das Trio Mischpoke mischte die Besucher mit jiddischen Weisen auf. Zur Zugabe Hava Nagila wagten dann auch die Besucher ein Tänzchen.

Vertreter Israelische Institutionen und Unternehmen wie die israelische Botschaft Berlin, der Jüdische Nationalfonds (JNF-KKL), ein Tourismusbüro, ein Weinimport, die Firma Netafim für innovative Bewässerung und viele andere informierten über ihre Dienstleistungen und Angebote.

»Wir hatten viel interessiertes Publikum«, sagte Hans-Henning Lentz von Netafim. Auch Schaul Chorev vom Jüdischen Nationalfonds, der den Verein Chaverim beim Aufbau des Norderstedt-Waldes in Israel berät, bestätigte: »Wir sind sehr zufrieden, denn die Menschen haben sich gern informiert.«

Bei einem Empfang lobte Emmanuel Nahshon, Gesandter der israelischen Botschaft Berlin, ausdrücklich das große Engagement des Norderstedter Kulturträgers Chaverim: »Der Bustan repräsentiert die Vielfalt Israels, und die verschiedenen Pflanzen kreieren eine wunderbare Harmonie.«

Knut Peters, Pressesprecher der Landesregierung Schleswig-Holstein, verwies darauf, dass es zwischen keinen Staaten so enge Beziehungen gebe wie zwischen Israel und Deutschland. »Ein Teil dieses Fundaments ist der Verein hier in Norderstedt«, sagte Peters.

Mit dem Konzert des israelischen Duos Daniela und Ben Spector auf der Waldbühne der Landesgartenschau klang ein harmonisches Israelfest stimmig aus. »Wir freuen uns über das intensive Interesse, das uns heute entgegengebracht worden ist«, sagte Vorsitzende Heike Linde-Lembke. Und das auch, weil der Verein mit Ende der Landesgartenschau den Norderstedt-Wald im Wald der deutschen Länder mit 5.000 Bäumen zu vollenden, ein erhebliches Stück nähergekommen ist. ja

Berlin

Merz: Jüdisches Leben so bedroht wie lange nicht mehr

Das Präsidium der CDU tagte am Montag in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin und verabschiedete einen Beschluss gegen Antisemitismus. Kanzler Merz machte zuvor deutlich, warum das wichtig ist

von Detlef David Kauschke  04.05.2026 Aktualisiert

Frankfurt am Main

Marek Lieberberg wird 80 – Ein Leben für die große Bühne

Kaum ein anderer hat die Live-Musiklandschaft in Deutschland über Jahrzehnte so geprägt wie der jüdische Konzertveranstalter aus Frankfurt

 04.05.2026

Glosse

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Tipps und Tricks für Judenhasser

Eine Handreichung

von Daniel Neumann  03.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  02.05.2026

Geburtstag

Andreis Glück

Der Schoa-Überlebende Andrei Moiseenkow wird 100 – Weimar feiert seinen Ehrenbürger

von Helmut Kuhn  01.05.2026

Porträt

An der Basis

Lea Rosenberg setzt sich beim Paritätischen Wohlfahrtsverband für Geflüchtete ein

von Gerhard Haase-Hindenberg  01.05.2026

Jüdische Gemeinden

Das neue angstvolle »Normal«

Wie haben sich der 7. Oktober 2023 und die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten ausgewirkt? Der neue Lagebericht des Zentralrats der Juden in Deutschland

von Katrin Richter  01.05.2026

Berlin

CDU-Präsidium tagt in Chabad-Synagoge

Die Parteispitze will damit ein Zeichen setzen

 01.05.2026

Berlin

Tanzen, trotz allem

Der Israeltag am Wittenbergplatz setzte ein Zeichen der Solidarität, der Lebensfreude – aber auch der Sorge

von Christine Schmitt  30.04.2026