München

Bundespräsident Steinmeier bei Festakt der IKG erwartet

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender mit IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch (l.) nach der Zeremonie zur Vervollständigung der Sulzbacher Torarolle am Holocaust-Gedenktag 2021 Foto: picture alliance/dpa/AFP POOL

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, feiert am 29. Oktober ihren 90. Geburtstag. Einen Tag später richtet ihre Gemeinde einen Festakt aus und erwartet hochkarätige Gäste.

Zu ihnen zählen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Für die musikalische Begleitung sorgt Stargeigerin Anne-Sophie Mutter. Durch das Programm führt die Schauspielerin Maria Furtwängler.

Persönlichkeiten Die Holocaust-Überlebende Charlotte Knobloch ist eine der prominentesten jüdischen Persönlichkeiten in Deutschland und international. Die gebürtige Münchnerin überlebte die Verfolgung durch die Nationalsozialisten in einem Versteck auf dem Land in Franken. Nach Kriegsende kehrte sie in ihre Geburtsstadt zurück und absolvierte eine Ausbildung zur Schneiderin. Seit 1985 steht sie an der Spitze der dortigen Kultusgemeinde. Von 2006 bis 2010 führte sie den Zentralrat der Juden in Deutschland. Zwischen 2003 und 2013 bekleidete sie hohe Ämter in internationalen jüdischen Organisationen.

Die neue Münchner Hauptsynagoge, eröffnet 2006, sowie das benachbarte Jüdische Museum und Gemeindezentrum verdanken sich maßgeblich ihrer Initiative. Knobloch ist Münchner Ehrenbürgerin und Trägerin weiterer hoher Auszeichnungen, die ihr im In- und Ausland verliehen wurden. kna

Architektur

Von Brandenburg nach Haifa

In Finow wird ein historisches Kupfer-Haus restauriert. Einst von Walter Gropius modernisiert, zogen die mobilen, industriell gefertigten Bauten mit ihren Eigentümern bis nach Palästina

von Mark Feldon  27.09.2026

Literatur

Wenn Fiktion zur Geschichtsschreibung wird

Der israelische Bestsellerautor Dror Mishani stellte im Gespräch mit Richard C. Schneider seinen neuen Roman »Nicht« vor

von Nora Niemann  27.09.2026

München

»Ihr Licht ist nicht verloschen«

Die Frauen-Mikwe der Gemeinde trägt seit Kurzem den Namen von Rebbetzin Shoshana Brodman

von Luis Gruhler  27.09.2026

Meinung

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026