Bremen

Brandanschlag auf Synagoge Bremerhaven?

Foto: imago images/U. J. Alexander

Im Eingangsbereich der Synagoge in Bremerhaven hat in der Nacht zum Montag eine Matratze gebrannt. Unter Verdacht stehe ein 53-jähriger Bremerhavener, der noch am Brandort festgenommen worden sei, teilte die Stadt mit.

Die Polizei habe Ermittlungen eingeleitet. Ersten Erkenntnissen zufolge gibt es keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund. Der Senatspräsident des Landes Bremen, Andreas Bovenschulte (SPD), verurteilte die Brandstiftung an der Synagoge scharf.

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) sagte: »Auch wenn die Erkenntnisse der Polizei zurzeit keinen politischen Hintergrund vermuten lassen, ist eine solche Tat über die reine Brandstiftung hinaus vollkommen inakzeptabel.«

Sie könne leicht zu einem antisemitischen Zeichen erklärt werden. Der Magistrat der Stadt Bremerhaven dulde keine Form von Antisemitismus. »Wir stehen schützend an der Seite unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und ihrer beiden Gemeinden in Bremerhaven.«

Bovenschulte betonte: »Die steigende Zahl antisemitischer Straftaten ist eine Aufforderung an uns alle, noch entschiedener gegen alle Erscheinungsformen von Feindseligkeit gegenüber Jüdinnen und Juden vorzugehen.«

Eine aufmerksame Zeugin hatte den Angaben zufolge das Feuer bemerkt und die Polizei und die Feuerwehr alarmiert. Polizeibeamte konnten die brennende Matratze löschen. epd

Deutschland

Morddrohung gegen Charlotte Knobloch nach AfD-Wahlsieg

Die Gewaltandrohung steht in explizitem Zusammenhang mit dem Wahlsieg der AfD. Knobloch sagt aus Sicherheitsgründen Veranstaltung ab

 11.09.2026

Neujahr

Mit Tatkraft und Ausdauer

Gerade in diesen Zeiten müssen wir als jüdische Gemeinschaft die Werte der Demokratie verteidigen. Denn auch wir tragen Verantwortung – mehr denn je

von Charlotte Knobloch  11.09.2026

Berlin

Bundespräsident Steinmeier: Müssen alles daran setzen, Antisemitismus zu bekämpfen

»Es ist beschämend und darf uns niemals ruhen lassen, wenn Jüdinnen und Juden in Deutschland Anfeindungen auf der Straße oder in Universitäten ausgesetzt sind« schreibt Frank-Walter Steinmeier

 11.09.2026

Imkerei

»Bienen muss man respektieren«

Wie bei vielen Juden steht bei den Gempels zu Rosch Haschana Honig auf dem Tisch. Doch bei ihnen kommt er aus dem eigenen Garten. Ein Ausflug nach Leipzig

von Mascha Malburg  11.09.2026

Festival

Geliebte, Gesang und Gender

Ein Blick auf das fulminante Programm der 39. Jüdischen Kulturtage Berlin mit mehr als 40 Veranstaltungen

von Helmut Kuhn  11.09.2026

Dresden

Zurück am Hasenberg

Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit feiert die jüdische Gemeinde ihre Rückkehr in Synagoge und Gemeindezentrum

 11.09.2026

Mode

»Die Kippa gehört zum Outfit«

Jonathan Hirsch über edle Stoffe zu den Feiertagen, stilistische Entgleisungen und die jüdische Kopfbedeckung als Accessoire

von Mascha Malburg  10.09.2026

Pro & Contra

Sollen jüdische Kinder nur noch auf jüdische Schulen?

Zwei Meinungen zur Debatte

von Noga Hartmann, Marina Chernivsky  10.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  10.09.2026