Magdeburg

Besucher des Jüdischen Friedhofs angegriffen

Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof in Magdeburg Foto: Hans-Peter Laqueur/Alemannia Judaica

In Magdeburg sind Besucher des Jüdischen Friedhofs angegriffen und fremdenfeindlich beleidigt worden. Ein 43-jähriger Magdeburger habe die Passanten am Mittwochnachmittag zunächst von seinem Balkon aus beschimpft und sich dabei auf die NS-Zeit bezogen, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Magdeburg mit.

polizei Schließlich sei der Magdeburger direkt zu den Friedhofsbesuchern gegangen und habe sie körperlich bedroht. Er stieß einen 65-Jährigen zu Boden, der sich dadurch eine Verletzung am Arm zuzog. Gegen den mutmaßlichen Angreifer, der nach Polizeiangaben bislang noch nicht polizeilich aufgefallen war, wurde Anzeige erstattet. Er habe zudem einen Platzverweis erhalten.

Zu dem Zeitpunkt des Vorfalls gab es eine Führung der VHS Magdeburg zum Thema »Der Jüdische Friedhof in Magdeburg«.

Wadim Laiter, der Vorstandsvorsitzende der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg, sagte der Jüdischen Allgemeinen, er habe von diesem Vorfall eher durch Zufall erfahren. Er bedauere, dass sich die Polizei nicht bei der Synagogen-Gemeinde gemeldet habe. ja/epd

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert

Unabhängigkeitstag

»Notwendig und ein Wunder«

Die IKG feierte Israels Menschen, Geschichte und Leistungen

von Luis Gruhler  05.05.2026

Gedenken

Ungebeugt trotz der Last

An Jom Hasikaron erinnerte die IKG an die Opfer der Kriege und des antisemitischen Hasses

von Luis Gruhler  05.05.2026

Düsseldorf

»Oh mein Gott, da ist ein Jude im Studentenwohnheim!«

Luai Ahmed wurde im Jemen geboren, wuchs mit Antisemitismus auf – doch nach seinem Umzug nach Schweden änderte sich alles

von Stefan Laurin  05.05.2026

Erinnerungsarbeit

Virtuelle Ausstellung mit NS-Zeitzeugen tourt durch Brandenburg

In der mobilen Ausstellung »In Echt?« berichten NS-Zeitzeuginnen und -zeugen von ihren Schicksalen. Die virtuelle Schau wurde 2023 in Potsdam entwickelt und tourt wieder durch Brandenburg

 05.05.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben so bedroht wie lange nicht mehr

Das Präsidium der CDU tagte am Montag in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin und verabschiedete einen Beschluss gegen Antisemitismus. Kanzler Merz machte zuvor deutlich, warum das wichtig ist

von Detlef David Kauschke  04.05.2026 Aktualisiert

Frankfurt am Main

Marek Lieberberg wird 80 – Ein Leben für die große Bühne

Kaum ein anderer hat die Live-Musiklandschaft in Deutschland über Jahrzehnte so geprägt wie der jüdische Konzertveranstalter aus Frankfurt

 04.05.2026

Glosse

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Tipps und Tricks für Judenhasser

Eine Handreichung

von Daniel Neumann  03.05.2026

Geburtstag

Andreis Glück

Der Schoa-Überlebende Andrei Moiseenkow wird 100 – Weimar feiert seinen Ehrenbürger

von Helmut Kuhn  01.05.2026