Magdeburg

Besucher des Jüdischen Friedhofs angegriffen

Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof in Magdeburg Foto: Hans-Peter Laqueur/Alemannia Judaica

In Magdeburg sind Besucher des Jüdischen Friedhofs angegriffen und fremdenfeindlich beleidigt worden. Ein 43-jähriger Magdeburger habe die Passanten am Mittwochnachmittag zunächst von seinem Balkon aus beschimpft und sich dabei auf die NS-Zeit bezogen, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Magdeburg mit.

polizei Schließlich sei der Magdeburger direkt zu den Friedhofsbesuchern gegangen und habe sie körperlich bedroht. Er stieß einen 65-Jährigen zu Boden, der sich dadurch eine Verletzung am Arm zuzog. Gegen den mutmaßlichen Angreifer, der nach Polizeiangaben bislang noch nicht polizeilich aufgefallen war, wurde Anzeige erstattet. Er habe zudem einen Platzverweis erhalten.

Zu dem Zeitpunkt des Vorfalls gab es eine Führung der VHS Magdeburg zum Thema »Der Jüdische Friedhof in Magdeburg«.

Wadim Laiter, der Vorstandsvorsitzende der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg, sagte der Jüdischen Allgemeinen, er habe von diesem Vorfall eher durch Zufall erfahren. Er bedauere, dass sich die Polizei nicht bei der Synagogen-Gemeinde gemeldet habe. ja/epd

Kommentar

Meine Angst

Was heißt als Jude in Deutschland nach dem 7. Oktober zu leben. Ein Aufschrei von André Herzberg

von André Herzberg  05.07.2026

Schule

Blick nach vorn

Das Helene-Habermann-Gymnasium in München verabschiedete seine Abiturientinnen und Abiturienten – und feierte zugleich zehnjähriges Bestehen

von Ellen Presser  05.07.2026

Lesung

Sprache statt Wurzeln

Die aus dem Irak stammende Schriftstellerin Mona Yahia stellte in München ihr neues Buch über jüdisches Leben im arabischen Raum vor

von Nora Niemann  05.07.2026

Thüringen

Achava-Festspiele: Dialog zwischen Religionen und Kulturen

Die Achava-Festspiele gehen mit mehr als 80 Veranstaltungen in ihre zwölfte Ausgabe. Neben Konzerten umfasst das Programm Ausstellungen, Filme, Vorträge, interreligiöse Begegnungen sowie Angebote für Familien und Schulen

 02.07.2026

Sport

Maccabiah Chai!

170 Athletinnen und Athleten sind in Israel beim größten jüdischen Sportevent – Wir stellen Ihnen sechs vor

von Katrin Richter, Helmut Kuhn  01.07.2026

Sachsen-Anhalt

»Eine offene Tür ist unsere Antwort«

Landesverbands-Geschäftsführerin Rimma Fil über wachsenden Antisemitismus, Sorgen vor der Landtagswahl und den festen Willen der jüdischen Gemeinden, sichtbar zu bleiben

von Christine Schmitt  01.07.2026

Verlegung

Magdeburg erhält 900. Stolperstein

Seit 2007 wird in Magdeburg mit Stolpersteinen an Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die nunmehr 47. Verlegung wurde auf zwei Tage verteilt

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026