Chabad

Bestes Abi in ganz Berlin – wieder

Das Erfolgsmodell der Jüdischen Traditionsschule gründet sich auf qualitativ hochwertige Wissensvermittlung. Foto: Getty Images

Glückliche Gesichter, denen man aber doch die Anspannung noch ansieht: Das Abiturzeugnis haben sie soeben überreicht bekommen – zu dritt erzielten die Schülerinnen der Jüdischen Traditionsschule von Chabad Lubawitsch einen super Durchschnitt. 1,47 lautet er – und somit hat die Traditionsschule wiederholt den besten Durchschnitt von allen Schulen in ganz Berlin. Das teilte Chabad in einer Presseerklärung mit. Mit drei Jugendlichen dürfte es auch die kleinste Abiturklasse sein. Der stadtweite Abi-Schnitt liegt auf dem Niveau des Vorjahres bei 2,3. Insgesamt 421 Schüler schaffen ihr Abitur mit 1,0.

»Es war sehr anstrengend«, sagt Deborah Teichtal, die nun ihre Schulausbildung hinter sich hat. Corona hatte ihren Schulalltag in den vergangenen Monaten bestimmt. Trotz Schulschließungen und Pandemielage hatten die Schüler der Jüdischen Traditionsschule kaum Stundenausfälle. »Der Unterricht folgte mit seinem Wechsel aus Präsenz- und Online-Unterricht dem Berliner Lehrplan für die gymnasiale Oberstufe und wurde durch Fächer wie Hebräisch und jüdische Religion inhaltlich erweitert«, teilt Jana Erdmann, Sprecherin von Chabad, mit.

ERFOLGSMODELL Das Erfolgsmodell der Jüdischen Traditionsschule gründe sich auf qualitativ hochwertige Wissensvermittlung und vor allem auf individualisiertes Lernen: Inhalte würden je nach Kompetenzlage und in enger Abstimmung zwischen Lehrkräften, Schülern und Eltern behandelt. »Dank dieser Faktoren konnten die Schülerinnen ihr Abitur trotz eines Ausnahmejahres absolvieren und zeigen, dass individuelle Förderung und Lehrerengagement sich mehr als positiv auf das Lernen auswirken.«

Auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) gratulierte ihnen jüngst. »Ein außergewöhnlicher Abiturjahrgang hat es mit Bravour geschafft«, sagte Scheeres. Die Abiturienten könnten ganz besonders stolz auf ihre Leistungen sein. »Sie haben ihr Abitur in einer nie dagewesenen Zeit mit langen Lockdown-Phasen herausragend absolviert« und hätten dabei »ein hohes Maß an Selbstständigkeit« gezeigt. »Die Lehrer haben uns sehr gut unterstützt«, meint auch die 17-jährige Deborah.

studium Pläne fürs nächste Jahr hat sie auch schon: Erst einmal wird sie nach Israel gehen, um dort an einem Bildungsseminar für Jüdische Studien teilzunehmen. »Es fällt mir schon etwas schwer, meine Familie nun zu verlassen, aber alle unterstützen mich ganz toll.« Nach zwölf Monaten will sie aber wiederkommen, um in Deutschland zu studieren. Was, das weiß sie noch nicht. Vielleicht irgendetwas »in Richtung Pädagogik«.

Die Jüdische Traditionsschule wurde 2005 gegründet und startete mit dem Grundschulbereich. Sie bietet seit einigen Jahren auch die gymnasiale Oberstufe an. Gemeinsam mit dem jüdischen Kindergarten Gan Israel will die Schule nächstes Jahr auf den 8000 Quadratmeter großen Jüdischen Campus Westfälische Straße ziehen, der als »erster jüdischer Campus deutschlandweit ab Sommer 2022 die Bildungslandschaft erweitern wird«, heißt es in der Pressemitteilung.

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