Theodor-Lessing-Preis

Auszeichnung für Iris Berben

Iris Berben bei der Verleihung des Leo-Baeck-Preises des Zentralrats der Juden (2002) Foto: dpa

Iris Berben hat am Donnerstagabend den Theodor-Lessing-Preis der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) in Hannover erhalten. Sie engagiere sich seit vielen Jahren »kontinuierlich gegen Rechtsextremismus sowie Antisemitismus und macht sich für das Existenzrecht Israels in sicheren Grenzen stark«, sagte Kay-Schweigmann-Greve, Vorsitzender der DIG-Hannover. Unter anderem sei Berben im Verein »Gesicht Zeigen!« und als Schirmherrin der israelischen Hilfsorganisation Magen David Adom aktiv, zudem gehöre sie zu den Unterstützern der Initiative »Stop the Bomb«, die sich gegen das iranische Atomwaffenprogramm einsetzt.

Iris Berben betonte in ihrer Dankesrede, dass es ihr Ziel sei, gerade auch junge Menschen daran zu erinnern, welche Tragödie der Holocaust brachte. Die Laudatio hielt die Journalistin Esther Schapira, die den Theodor-Lessing-Preis 2010 erhalten hatte. Zu den bisherigen Preisträgern gehören auch Liedermacher Wolf Biermann und der SPD-Politiker Rudolf Dreßler.

Mit dem Preis, der nach dem aus Hannover stammenden jüdischen Philosophen und Publizisten Theodor Lessing benannt ist, werden alle zwei Jahre Persönlichkeiten geehrt, die in besonderer Weise einen Beitrag zur Versöhnung mit dem Staat Israel leisten. ja

Universität

Angst auf dem Campus

Eine Studie zeigt, wie stark jüdische Studierende unter Antisemitismus leiden – und welche Folgen das für ihre psychische Gesundheit hat

von Alicia Rust  01.11.2026

Porträt der Woche

Reihe 9, außen

Diana Sims-Silbermann spielt Cello und ist Theaterärztin. Sie hat immer denselben Platz

von Claudia Irle-Utsch  01.11.2026

Gesellschaft

Die Welt retten? Fangen wir klein an

Am 22. November findet der Mitzvah Day statt. Unter dem Motto »Gemeinsam. Füreinander« engagieren sich Gemeinden, Schulen und Gruppen für soziale Projekte. Die Anmeldungen laufen

von Katrin Richter  01.11.2026

Wettbewerb

Mehr als ein Bibelquiz

Erstmals wurde der »Chidon Hatanach« in der bayerischen Hauptstadt auf lokaler Ebene ausgetragen

von Luis Gruhler  01.11.2026

Eröffnung

Museum Zwangsarbeit zeigt Ausstellung zu »unerwünschten Kindern«

Beziehungen zwischen Deutschen und Zwangsarbeitern im NS-Regime waren verboten. Trotzdem gab es diese Kontakte ebenso wie Kinder aus diesen Beziehungen. Eine Ausstellung in Weimar widmet sich den Geschichten der betroffenen Eltern und Kindern

 30.10.2026

Frankfurt

Eine Akademie für Deutschland

Am Montag wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet. Sie soll innerjüdische Debatten fördern und jüdische Perspektiven stärker in die Gesellschaft einbringen

von Josef Schuster  30.10.2026

Berlin

Wundersame Rückkehr

Eine Delegation des Temple Chai aus Phoenix, Arizona, brachte einen Wimpel und eine Parochet, die 88 Jahre verschollen waren, zurück in die Synagoge Oranienburger Straße

von Alicia Rust  29.10.2026

Frankfurt am Main

L’Chaim! Auf das Leben

Die Gala »WIZO Night for Children« brachte mehr als 560 Patenschaften

von Eugen El  29.10.2026

Gefahr

Antisemitische Gewalt an Halloween?

In einem Schreiben rät der Zentralrat der Juden für das Wochenende zu Vorsicht und empfiehlt verschärfte Sicherheitsmaßnahmen

 28.10.2026