Topographie des Terrors

Ausstellung über Stolpersteine

Vier von euopaweit 60.000 Stolpersteinen Foto: v. Damaros/Stiftung Topographie des Terrors

Die erste umfassende Ausstellung über Stolpersteine ist von Dienstag an im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin zu sehen.

Die Wanderausstellung Stolpersteine – Gedenken und Soziale Skulptur wurde am Montagabend im Beisein des Kölner Künstlers Gunter Demnig, dem Initiator des europaweiten Kunst- und Gedenkprojekts, eröffnet. Sie ist bis Ende Januar in Berlin zu sehen.

gedenken Danach sind weitere Standorte geplant. Anlass ist der 20. Jahrestag der Verlegung der ersten Stolpersteine in der Bundeshauptstadt. Sie erinnern an Menschen, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 7000 Stolpersteine und europaweit mehr als 60.000.

Dazu werden zehn mal zehn Zentimeter große, mit einer Messingplatte versehene Betonklötze in den Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort der Verfolgten eingelassen. Auf der Oberseite sind die Namen sowie die Lebens- und Sterbedaten der Menschen eingraviert. In der Ausstellung werden nach Angaben des Dokumentationszentrums die häufig nicht bekannten Grundlagen und vielfältigen Facetten des Erinnerungsprojektes vorgestellt. epd

www.topographie.de

Brief

Wie erinnert ihr euch heute?

Unsere Autorin schreibt über ihren Großvater – er hat Auschwitz und einen »Todesmarsch« überlebt

von Eva Lezzi  26.01.2020

Porträt der Woche

Die Umweltrebellin

Maayan Bennett absolvierte ein Freiwilligenjahr und engagiert sich für Klimaschutz

von Matilda Jordanova-Duda  26.01.2020

Gedenken

»Sie werden Zeugen der Zeitzeugen«

Aron Schuster über Besuche von Jugendlichen in Auschwitz und den »Marsch der Lebenden«

von Ayala Goldmann  26.01.2020

Berlin

»Die Bühne muss mobil sein«

Kulturmanager Peter Sauerbaum über Pläne für ein jüdisches Theaterschiff und Bildungsarbeit mit Schülern

von Christine Schmitt  25.01.2020

München

Judenfeindliche Demo abgesagt

Rechtspopulistische »Pegida« wollte direkt vor Synagoge und zu Schabbatbeginn gegen Beschneidung demonstrieren

 24.01.2020

München

Gefährdung, Präsenz, Porträt

Meldungen aus der IKG

 23.01.2020

Dokumentation

Eine rote Linie überschritten

Die Jüdischen Filmtage am Jakobsplatz eröffneten mit »The Invisible Line« von Emanuel Rotstein

von Helmut Reister  23.01.2020

Auschwitz

Retter und Gerettete

Ruth Melcer erlebte die Befreiung des KZs vor 75 Jahren. David Dushman steuerte einen der Panzer der Roten Armee – beide sind heute Mitglied der IKG

von Helmut Reister  23.01.2020

Landsberg

Leben in der Betonröhre

Ein Schoa-Überlebender besucht den Ort, an dem er einst Zwangsarbeit leistete

von Thomas Muggenthaler  23.01.2020