Gedenkkultur

Antisemitismusbeauftragter wird Schirmherr der »Zweitzeugen«

Durch Hinhören zum Zweitzeugen werden – Stationen in der Ausstellung im Centrum Judaicum Foto: Anna Fischer

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat die Schirmherrschaft des Essener Vereins »Zweitzeugen« übernommen. Klein würdige damit die Bildungsarbeit der Organisation, die Kindern und Jugendlichen die Lebensgeschichten Holocaust-Überlebender nahebringt, damit sie sie als »Zweitzeugen« weitererzählen, teilte der Verein am Donnerstag in Essen mit.

»Durch das Weitertragen der Erinnerungen bleibt nicht nur die gelebte Geschichte lebendig, es trägt auch zu einer Sensibilisierung unserer Gesellschaft gegenüber Antisemitismus und Diskriminierungen aller Art bei«, zitiert der Verein aus einer Videobotschaft des Antisemitismusbeauftragten.

Der Verein bietet nach eigenen Angaben seit 2012 Workshops, Ausstellungen, Vorträge und Schulbesuche zum Thema Nationalsozialismus an. In den vergangenen Jahren seien auch digitale Formate hinzugekommen. So erzählten im Podcast »Geschichten, die bleiben« Ehrenamtliche des Vereins die Überlebensgeschichten von NS-Zeitzeugen. epd

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Berlin

Trauer um Rabbiner Avraham Golovacheov

Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin ist am Montag nach schwerer Krankheit gestorben. Vor 18 Jahren war er als Chabad-Gesandter in die deutsche Hauptstadt gekommen

 07.04.2026

Porträt der Woche

Ich bin dankbar

Svitlana Petrovska überlebte die Nazis – und floh vor Putins Krieg nach Berlin

von Rob Savelberg  06.04.2026

Kahal Adass Jisroel

Platz für die Zukunft

Die Gemeinde in Berlin plant für 26 Millionen Euro ein neues Gemeinde- und Bildungszentrum

von Christine Schmitt  06.04.2026

Schwerin

Ein Denkmal für Willy

Der ehemalige Rabbiner William Wolff wird mit einer Statue geehrt

von Axel Seitz  06.04.2026

»Meet a Jew«

Viele Fragen

Marguerite und Benjamin sind zwei Freiwillige, die im Rahmen des Zentralratsprojektes mit Jugendlichen über das Judentum ins Gespräch kommen. So wie kürzlich in Spandau mit einer Box Mazzot

von Alicia Rust  06.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  06.04.2026

Jewrovision

Aller guten Moderatoren sind drei

Jung, dynamisch und schlagfertig: Ein Trio wird im Mai durch die Show führen

von Christine Schmitt  06.04.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  05.04.2026