Friedrichshain-Kreuzberg

Antisemitische Slogans in israelischem Restaurant

Friedrichshain-Kreuzberg

Antisemitische Slogans in israelischem Restaurant

In einen Tisch im »DoDa«-Deli wurde »Fuck Israel« und »Free Gaza« eingeritzt

 19.04.2024 13:32 Uhr

Eigentlich hat »DoDa – Das Deli« außer montags und dienstags fast immer geöffnet. »We won’t open tonight«, lautet allerdings der Satz, den die Inhaberin auf ihrem Restaurant-Instagram-Kanal am Donnerstag geschrieben hat. Der Grund sind zwei in das Holz der Tische eingeritzte Zeilen: »Free Gaza« und »Fuck Israel«. Ein Schock für das DoDa-Team.

»Das hat uns extrem beunruhigt. Wir sind hier, um Menschen glücklich zu machen«, steht auf einem Post über dem Foto, das die Tischplatte eines der Fenstertische zeigt.

Igor Levit postete die Beschädigungen auf »X«

Der Pianist Igor Levit hatte auf »X« einen Post geteilt, in dem es heißt: »In einem meiner liebsten israelischen Delis Berlins wurden die Tische mit antisemitischen Parolen zerkratzt und irgendwie muss ich mir grad mehr als sonst ganz doll Mühe geben, dem Jucken in den Fingern nicht gänzlich nachzugeben.«

Die Solidarität in den Kommentaren unter dem Reel ist groß: »Love and Solidarity. What a Nightmare« oder »Sorry to see this. We’ll drop by to support. Am Israel Chai« sind nur einige der Reaktionen neben »Makes me sick to see this happening in my neighborhood. Solidarity!«. kat

www.dodasdeli.com

Tu Bischwat

Erste Blätter

Wie stellen sich jüdische Kinder das Neujahrsfest der Bäume vor? Wir haben einige Mädchen und Jungen gebeten, für uns zu malen

 02.02.2026

Berlin

Lehrerin und Heimatforscher mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die US-amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr wurden vier Personen und eine Initiative geehrt

 01.02.2026

Porträt der Woche

Willkommen zu Hause

Laurette Dassui wuchs in Paris auf und entdeckte in Berlin ihr Jüdischsein neu

von Gerhard Haase-Hindenberg  01.02.2026

München

Wege aus dem Hass

Der amerikanisch-israelische Psychologe Dan Ariely und Guy Katz sprachen im »Prof-Talk« über Antisemitismus aus unterschiedlicher Perspektive

von Esther Martel  31.01.2026

Politik

Aus ihren Leben

Die Ausstellung »An eine Zukunft glauben ...« stellt jüdische Biografien der parlamentarischen Gründergeneration vor

von Katrin Richter  30.01.2026

München

Brandstifter von jüdischem Altenheim 1970 womöglich ermittelt  

56 Jahre nach einem Anschlag auf ein jüdisches Altenheim in München verdächtigen Ermittler nun einen schon verstorbenen Neonazi. Was sie auf dessen Spur führte

von Hannah Krewer  30.01.2026

Interview

»In eine Synagoge bin ich das erste Mal in Deutschland gegangen«

Ab den 90er-Jahren fingen viele sowjetische Juden in Deutschland noch einmal von vorn an. Sind sie angekommen? Ein Gespräch über Flüchtlingsheime, nicht anerkannte Diplome und die Wiederentdeckung jüdischer Traditionen

von Mascha Malburg  29.01.2026

Meinung

Die Täter müssen sich schämen

Ein Missbrauchsskandal erschüttert derzeit die jüdische Gemeinschaft Deutschlands. Wer solche Taten besser verhindern will, muss Betroffene in die Lage versetzen, angstfrei über ihre schrecklichen Erfahrungen sprechen zu können

von Daniela Fabian  29.01.2026

Urteil

Fristlose Kündigung eines Rabbiners bestätigt

Die Jüdische Gemeinde Berlin hatte im Sommer 2023 einem Rabbiner wegen sexueller Übergriffigkeit fristlos gekündigt. Eine Klage des Mannes dagegen wurde jetzt auch in zweiter Instanz zurückgewiesen

 29.01.2026