Anne-Frank-Tag

40.000 Schüler beteiligen sich

Anne Frank (1929–1945) Foto: ullstein - ADN-Bildarchiv

Rund 40.000 Schülerinnen und Schüler aus 250 Schulen bundesweit werden sich am 12. Juni am diesjährigen Anne-Frank-Tag beteiligen. Das 1945 im KZ Bergen-Belsen umgekommene jüdische Mädchen, das durch seine Tagebücher weltberühmt wurde, wäre am 12. Juni 90 Jahre alt geworden. Der Aktionstag gegen Antisemitismus, Rassismus und für Demokratie an Schulen stehe deshalb unter dem Motto »Anne Frank 90«, kündigte das Berliner Anne-Frank-Zentrum am Mittwoch an.

Der bundesweite Auftakt des Aktionstages findet in Gütersloh mit dem Zeitzeugen Pieter Kohnstam statt. Kohnstam lebte als Kleinkind bis 1942 in direkter Nachbarschaft der Familie Frank in Amsterdam, bevor er mit seiner jüdischen Familie nach Südamerika floh.

lernmaterialien Die teilnehmenden Schulen bekommen vom Anne-Frank-Zentrum für den Tag Lernmaterialien zum Leben von Anne Frank zur Verfügung gestellt. Dazu gehört den Angaben zufolge unter anderem eine großformatige Posterausstellung und eine Zeitung. Darüber hinaus setzen die Schulen vielfach lokale Aktionen um.

Mit dem seit 2017 stattfindenden Anne-Frank-Tag soll ein Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt werden.

Mit dem seit 2017 stattfindenden Anne-Frank-Tag solle auch ein Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt werden, erklärte der Direktor des Berliner Anne-Frank-Zentrums, Patrick Siegele. »Gerade in Zeiten, in denen der Hass gegen Jüdinnen und Juden zunimmt und sich immer offener zeigt, ist es wichtig, schon früh damit zu beginnen, Kinder und Jugendliche für ein respektvolles und demokratisches Miteinander zu gewinnen«, betonte Siegele.

Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren. Ihr Tagebuch schrieb sie zwischen 1942 und 1944 in einem Versteck in Amsterdam. In dieser Zeit lebte sie mit ihrer Familie und vier weiteren Personen in einer im Hinterhaus verborgenen Wohnung auf engstem Raum. Am 4. August 1944 wurden sie entdeckt, verhaftet und deportiert. Nur Anne Franks Vater, Otto Frank, überlebte und veröffentlichte 1947 das Tagebuch seiner Tochter.  epd

Hamburg

Ruine mit Herz

Einst das Zuhause des Reformjudentums, stand der Israelitische Tempel kurz vor dem Verfall. Eine Bürgerinitiative und die Stadt wollen den historischen Ort nun neu beleben. Ein Besuch im Hinterhof

von Heike Linde-Lembke  02.08.2026

Geschichte

Die Pension in Mumbai

Ellie und Max Lesser aus Dresden waren zwei von vielen sächsischen Juden, die vor den Nazis Sicherheit in Indien suchten. Deren tragische Geschichte recherchierte nun die Journalistin Iris Völlnagel

von Thyra Veyder-Malberg  02.08.2026

Programm

Kultursommer, Führungen und Einstein vs. Hawking: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 31. Juli bis zum 6. August

 02.08.2026

Porträt der Woche

Mehr als ein Beruf

Valerie Vorkul ist Sozialarbeiterin – und jüdischer, als sie lange Zeit annahm

von Leon Stork  02.08.2026

Bundeswehr

Anerkennung für eine Zeitzeugin

Verteidigungsminister Boris Pistorius würdigte IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch mit dem Ehrenkreuz

von Luis Gruhler  01.08.2026

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026 Aktualisiert

Thüringen

Das Erbe der Simsons

Beim jährlichen Moped-Treffen in Suhl feiern Zehntausende den »Sound des Ostens«. Doch hinter der Kultmarke steht die Geschichte einer von den Nazis vertriebenen jüdischen Unternehmerfamilie

von Helmut Kuhn  30.07.2026

Fußball

Rot-Weiß verbindet

Vergangene Woche gründete sich mit den »FCB Chaverim« der deutschlandweit erste jüdische Fanklub des FC Bayern München

von Luis Gruhler  30.07.2026

Erinnerung

Für immer

Manchmal sind es die kleinen Dinge, von denen wir uns nie trennen würden. Wir haben Gemeindemitglieder gefragt, welche Gegenstände ihnen viel bedeuten

von Christine Schmitt  30.07.2026