Präsenzgottesdienste

Zentralrat der Juden setzt auf »verfassungskonforme Lösung«

»Befinden uns in einem engen und vertrauensvollen Austausch mit dem Bundesinnenministerium«, sagte heute eine Sprecherin des Zentralrats. Foto: imago images/U. J. Alexander

In der Debatte um Präsenzgottesdienste am ersten April-Wochenende setzt der Zentralrat der Juden in Deutschland auf eine »verfassungskonforme Lösung«. In dieser Frage sei der Zentralrat derzeit in einem »engen und vertrauensvollen Austausch« mit dem Bundesinnenministerium, sagte heute eine Sprecherin des Zentralrats.

»Es geht darum, gemeinschaftlich eine verfassungskonforme Lösung zu finden, die dem Grundrecht auf Religionsfreiheit gerecht wird«, so die Sprecherin weiter. »Wir rechnen in Kürze mit Ergebnissen.«

An dem Wochenende, an dem Christen das Osterfest begehen, feiert die jüdische Gemeinschaft die letzten Tage von Pessach. Bund und Länder hatten sich in der Nacht zum Dienstag darauf geeinigt, die Kirchen und andere Religionsgemeinschaften darum zu bitten, nur virtuelle Gottesdienste zu feiern.

Vom 1. April bis 5. April soll ein harter Lockdown gelten. Die christlichen Kirchen zeigten sich überrascht von der Bitte. Geplant sind Gespräche auf Bundes- und Landesebene. kna/ja

Video

Pessach verstehen: Bedeutung, Bräuche und Traditionen

Rabbiner Dovid Gernetz erläutert die religiöse und historische Bedeutung von Pessach

von Jan Feldmann  01.04.2026

Chol HaMoed

Warum der Esel?

Das Grautier steht in der biblischen Geschichte für die Kraft, die den Menschen an seine niederen körperlichen Bedürfnisse bindet

von Vyacheslav Dobrovych  01.04.2026

Schemini

Fremdes Feuer

Wer mehr tut als geboten, läuft Gefahr, dass Frömmigkeit zur Selbstdarstellung wird

von Rabbiner Bryan Weisz  01.04.2026

Meinung

Hauptsache, Israel steht am Pranger!

Palmsonntag in Jerusalem und auf Social Media: Ein Rückblick

von Wolf J. Reuter  01.04.2026

Mascha Malburg

Jerusalem ist allen heilig

Regelmäßig knirscht es vor Ostern zwischen Christen und den israelischen Behörden. Unsere Redakteurin wünscht sich nach dem neuesten Vorfall an der Grabeskirche mehr gegenseitiges Verständnis

von Mascha Malburg  31.03.2026

Psychologie

Mizrajim ist wie die Enge in der Brust

Aus chassidischer Sicht geht es an Pessach nicht darum, der Bitterkeit schnellstmöglich zu entfliehen. Wir müssen sie durchleben

von Rabbiner David Kraus  31.03.2026

Exodus

Türen öffnen, Freiheiten erobern

Der Auszug aus Ägypten ist ein Appell, den Mut zu haben, uns der Welt zuzuwenden – auch wenn sie noch so bedrohlich erscheint

von Shoshana Ruerup  31.03.2026

Essay

Das fünfte Glas

Beim Seder füllen wir voller Hoffnung einen Becher Wein für Elijahu – doch er bleibt unberührt. Es ist eine Geduldsprobe, ein ritualisiertes Sehnen. Wir wissen: Seine Zeit wird kommen

von Rabbiner Noam Hertig  31.03.2026

Talmudisches

Der jüdische Sindbad

Wenn Wale zu Inseln werden: Was unsere Weisen über die Abenteuer des Rabba bar bar Hana erzählen

von Detlef David Kauschke  29.03.2026