Auszeichnung

Werner-Sylten-Preis für christlich-jüdischen Dialog

Foto: dpa

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) vergibt zum dritten Mal den Werner-Sylten-Preis. Er werde im Rahmen des Tora-Lerntages, einem Studientag zum christlich-jüdischen Dialog, am 22. Januar in Erfurt verliehen, teilte die EKM am Donnerstag in Erfurt mit. Bischof Friedrich Kramer als Schirmherr werde ihn überreichen. Mit dem Preis soll an Werner Sylten (1893-1942) erinnert werden.

Der evangelische Theologe, der sich unter anderem in der kirchlichen Sozialarbeit für gefährdete Jugendliche engagierte, war 1936 wegen seiner jüdischen Vorfahren aus dem Pfarrdienst entlassen worden. Er half mit, das Leben von mehr als tausend »nichtarischen« Christen zu retten, ehe ihn die Nazis ermordeten. 1979 verlieh ihm die israelische Gedenkstätte Yad Vashem der Ehrentitel »Gerechter unter den Völkern«.

Der Tora-Lerntag sei mit 105 Teilnehmern ausgebucht. Zu den Referenten gehörten Rabbiner Zsolt Balla, der Jenaer Alttestamentler Hannes Bezzel und die israelische Künstlerin Michal Fuchs. Er findet nach EKM-Angaben seit 2014 wechselnd zwischen Halle und Erfurt statt.

Grundlage für den Tora-Lerntag sei ein Beschluss der Landessynode, mit dem die Förderung des christlich-jüdischen Gesprächs in der Verfassung der EKM verankert worden sei. Daraufhin hatte die Kirche einen entsprechenden Beirat installiert und Pfarrer Teja Begrich aus Mühlhausen zum Beauftragten der EKM für den christlich-jüdischen Dialog berufen.  epd

Religion

Debatte über möglichen interreligiösen Feiertag geht weiter

Josef Schuster: »Wir stehen dem eher skeptisch gegenüber«

 18.09.2020

Sicherheit

Bundesregierung unterstützt den Schutz jüdischer Einrichtungen mit 22 Millionen Euro

Zentralratspräsident Josef Schuster: »Für jüdische Gemeinden stellen die Ausgaben für Sicherheit häufig eine erhebliche finanzielle Belastung dar«

 17.09.2020

Schabbat

Familiengeschichten

Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es in den Geschichten von Jizchak und Jischmael gibt

von Chajm Guski  17.09.2020

Unetane Tokef

Das Urteil abändern

Wie ein 1000 Jahre altes Gebet in Zeiten der Pandemie eine neue Bedeutung bekommt

von Rabbinerin Yael Deusel  17.09.2020

Corona

Horn mit Maske

Was Wissenschaftler und Rabbiner zum Schofarblasen in Zeiten der Pandemie sagen

 17.09.2020

ARK

Zusammenwirken

Die Pandemie ist eine besondere Herausforderung, die man am besten gemeinsam meistert

 17.09.2020

ORD

»Der Beginn neuen Lebens«

In der Bedrohung durch Corona gilt es jetzt, das Potenzial der Krise zu nutzen

 17.09.2020

Rosch Haschana

Im Zweifel für den Angeklagten

Wie wir am Tag des Gerichts ein mildes Urteil erwirken können

von Rabbiner Avraham Radbil  17.09.2020

Taschlich

Den Neuanfang wagen

An Rosch Haschana ist es Tradition, die Sünden am Ufer eines Gewässers abzuschütteln

von Rabbiner Raphael Evers  17.09.2020