Alexandria

Synagoge in Ägypten nach Restaurierung wiedereröffnet

Im Besitz der Gemeinde, aber seit Jahrzehnten ungenutzt: Eliyahu-Hanavi-Synagoge in Alexandria Foto: Julia Nikschick

Nach umfangreicher Restaurierung ist in der ägyptischen Küstenstadt Alexandria eine große Synagoge wieder in Betrieb. Ägyptens Minister für Altertümer und Tourismus, Chalid al-Anani, eröffnete das Gebäude, wie die Nachrichtenseite Al-Ahram meldete.

Die Regierung des überwiegend muslimischen Landes will mit der Renovierung ein Zeichen der Toleranz setzen. Ägyptischen Medien zufolge dauerten die Bauarbeiten rund drei Jahren und kosteten etwa 100 Millionen ägyptische Pfund (etwa 5,6 Millionen Euro).

ISRAEL Die jüdische Gemeinde des nordafrikanischen Landes zählte einst nach Schätzungen rund 80.000 Mitglieder, von denen nach der Gründung des Staates Israel jedoch nur sehr wenige übrig geblieben sind. Ägypten vertrieb seine jüdischen Staatsbürger.

Ägypten, das dem jüdischen Staat Israel zuvor mehrmals den Krieg erklärt hatte, war 1979 das erste arabische Land, das einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnete. Trotzdem sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern bis heute weitgehend unterkühlt.

Die Eliyahu Hanavi Synagoge ist laut Al-Ahram die größere von zweien in Alexandria und bietet rund 700 Betern Platz. Ihre Ursprünge gehen nach ägyptischen Angaben auf das 14. Jahrhundert zurück. Nach einer starken Zerstörung wurde sie 1850 wieder aufgebaut.  dpa/ja

Lech Lecha

Mut zur Veränderung

Unsicherheit ist Teil jedes neuen Anfangs – doch manche Wege öffnen sich erst, wenn wir sie betreten

von Rabbiner Boris Ronis  23.10.2026

Talmudisches

Das Gebet am Ende der Mahlzeit

Tischgebete kennen alle Weltreligionen. Doch während sich beispielsweise Christen vor dem Essen für das »tägliche Brot« bedanken, steht in der jüdischen Tradition der Dank am Ende der Mahlzeit. Aus einem ganz besonderen Grund

von Detlef David Kauschke  23.10.2026

Talmudisches

Bier

Was unsere Weisen über Getränke und ihre Wirkung lehren

von Rabbinerin Yael Deusel  21.10.2026

Rezension

Wie wurden wir, was wir wurden?

Der Judaist Peter Schäfer erzählt in seinem Buch die Geschichte des aschkenasischen Judentums – faktengesättigt, klar gegliedert und mit einer provokanten These zu Mutterland und Diaspora

von Michael Wolffsohn  18.10.2026

Erlösung

Nur ein scheinbarer Gegensatz

Warum wir an die Ankunft des Maschiach glauben sollten – aber nicht an einen Zeitpunkt

von Vyacheslav Dobrovych  16.10.2026

Noach

Die Entstehung der Vielfalt

Wie nach der Sintflut eine neue Ordnung der Menschheit ihren Anfang nahm

von Yonatan Amrani  15.10.2026

Dresden

Tora-Projekt wird verlängert

Mitten in Dresden wird derzeit in aller Öffentlichkeit eine Tora-Rolle geschrieben. Das Projekt soll jüdisches Leben sichtbar machen. Die Schreiberin sitzt in einem gläsernen Pavillon

 14.10.2026

Talmudisches

Klassengröße

Was unsere Weisen über das Lernen in Gemeinschaft lehren

von Yizhak Ahren  09.10.2026

Erziehung

Der widerspenstige Sohn

Wer sich gegen seine Eltern auflehnt, soll laut Tora mit dem Tod bestraft werden. Die jüdische Tradition ringt mit dem Text und fragt, wie Familien miteinander verbunden bleiben

von Shoshana Ruerup  09.10.2026