München/Berlin

Rabbinerkonferenz zeichnet Beauftragten gegen Judenhass aus

Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, bekommt den Moshe-Rosen-Preis. Foto: picture alliance/dpa

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, wird in diesem Jahr mit dem Moshe-Rosen-Preis der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) ausgezeichnet.

Klein werde für sein »außerordentliches Engagement zur Förderung jüdischen Lebens in Deutschland und seinen entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus« geehrt, teilte die CER am Donnerstag in München mit. Verliehen wird die Auszeichnung demnach am 24. Juni in Berlin im Beisein von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD).

Klein habe eine führende Rolle bei der Entwicklung einer umfassenden Strategie zur Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland übernommen, jüdischem Leben in schwierigen Zeiten eine besondere Aufmerksamkeit in Politik und Gesellschaft gegeben und insgesamt das Bewusstsein hierfür geschärft, hieß es weiter zur Begründung.

Preis als Ansporn

»Dabei hat er sich stets mit klarer Stimme entschieden dafür eingesetzt, die Ursachen von Antisemitismus und Hass auf Israel nicht nur klar zu benennen, sondern auch mit weitreichenden Gesetzesvorschlägen und Bildungsinitiativen effizienter und systematischer zu bekämpfen.«

Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, der Präsident der CER, betonte, man wolle Klein und der Bundesregierung Dank aussprechen. Der Preis für Klein solle außerdem Ansporn sein, »auch in schwierigen Zeiten für Juden in Europa einzustehen, jüdisches Leben weiter zu fördern und mit großer Entschiedenheit den Kampf gegen den Antisemitismus fortzusetzen«.

Der Preis ist nach dem ehemaligen Oberrabbiner Rumäniens benannt. Dieser habe seine Gemeinschaft während der Jahre der kommunistischen Herrschaft durch große Selbstaufopferung geschützt, hieß es in der Mitteilung der Rabbinerkonferenz. dpa

Vatikan

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem lädt Papst Leo nach Jerusalem ein

Rund zwei Millionen Menschen besuchen jährlich die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, die der versuchten Vernichtung des jüdischen Volkes in Nazi-Deutschland gewidmet ist. Nun wurde auch der Papst dorthin eingeladen

 24.03.2026

Interview

»Eine heilige Mission«

Oberstleutnant V. hat mit seiner Einheit die sterblichen Überreste von Soldaten geborgen, auch jene der letzten Geisel Ran Gvili. Hier spricht er über die Prinzipien seiner Arbeit

von Detlef David Kauschke  19.03.2026

Wajikra

Im Zentrum

So wie das Buch Wajikra die Mitte der Tora markiert, sind Gebete und Opfergaben das Herzstück des jüdischen Bewusstseins

von Gabriel Umarov  19.03.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Wajakhel–Pekudej

Serie mit Botschaft

In »Alles für die Liebe« geht es um Familie, Zusammenhalt und Werte, die bereits im Mischkan und heute am Pessachfest eine besondere Bedeutung haben

von Yonatan Amrani  13.03.2026

Talmudisches

Die Zahl Dreizehn

Was unsere Weisen über Vollständigkeit und gʼttliche Ordnung lehren

von Chajm Guski  13.03.2026

Unterricht

Wenn Lehrer lernen

Jüdische Religionspädagogen aus ganz Deutschland treffen sich zur Weiterbildung – und finden Wege, alte Texte mit Theater, TikTok und KI wieder lebendig werden zu lassen

von Mascha Malburg  13.03.2026

Pro & Contra

Braucht es jüdischen Feminismus?

Ja, sagt Valérie Rhein: »Weil er zu einem hierarchieloseren Miteinander beiträgt.« Nein, findet Noémi Berger: »Gleichwertigkeit ist das Fundament, auf dem jüdisches Leben gebaut ist.«

von Valérie Rhein, Noemi Berger  12.03.2026

Chabad

Europäische Rabbiner tagen in Berlin

Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa

 09.03.2026