USA

Rabbiner wird Mitglied in katholisch-islamischem Komitee

Rabbiner M. Bruce Lustig Foto: dpa

Der amerikanische Rabbiner M. Bruce Lustig, Senior Rabbi der Washington Hebrew Congregation, verstärkt ein jüngst im Vatikan gegründetes katholisch-islamisches Komitee zur Förderung des interreligiösen Dialogs. Das gab der Vatikan am Mittwoch bekannt. Mit dem jüdischen Vertreter gehören dem Gremium nun acht Personen an.

Das »Hohe Komitee der menschlichen Brüderlichkeit« will laut eigener Aussage dazu beitragen, das »Dokument über menschliche Brüderlichkeit« zu verbreiten und umzusetzen, das Papst Franziskus und der Großimam der Kairoer Al-Azhar-Universität, Scheich Ahmad al-Tayyeb, am 4. Februar in Abu Dhabi unterzeichnet haben. Ziel ist unter anderem friedliches Zusammenleben auf der Welt.

WASHINGTON Rabbi Lustig diente 25 Jahre in der Jüdischen Gemeinde Washington D.C. Er organisierte nach den Attentaten vom 11. September erstmals ein Gipfeltreffen, bei dem Christen, Juden und Muslime zusammenkamen.

Daraus entstand später ein runder Tisch unter Leitung Lustigs, des Washingtoner Bischofs John Bryson Chane sowie Akbar Ahmeds, Inhaber des Ibn Khaldun Lehrstuhls für Islamwissenschaft an der methodistischen Universität in Washington. Für die Förderung interreligiöser Zusammenarbeit ehrte der marokkanische König Mohammed VI. Rabbi Lustig mit einer Ehrenmedaille.

Neben dem Rabbiner gehören dem Brüderlichkeits-Komitee katholischerseits der Präsident des Päpstlichen Rates für Interreligiösen Dialog, Erzbischof Miguel Angel Ayuso, und Yoannis Lahzi Gaid, persönlicher Sekretär des Papstes, an. Die Al-Azhar-Universität in Kairo wird durch ihren Präsidenten Mohamed Husin Abdelaziz Hassan sowie Mohamed Mahmoud Abdel Salam, Richter und ehemaliger Berater des Großimams Al-Tayyeb, vertreten.

BRÜDERLICHKEIT Für die Vereinigten Arabischen Emirate, wo das Dokument zur Brüderlichkeit unterzeichnet wurde, gehören Kulturminister Mohamed Khalifa Al Mubarak, der Schriftsteller und Journalist Yasser Said Abdulla Hareb Almuhairi sowie Sultan Faisal Al Khalifa Alremeithi, Generalsekretär des muslimischen Ältestenrates, dem Gremium an.

Zum ersten Mal traf sich das Komitee am 11. September im Vatikan. Die nächste Zusammenkunft ist für den 20. September in New York angesetzt.  kna

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