Wittenberg

Proteste gegen »Judensau«-Relief

Protest gegen die sogenannte Judensau (Oktober 2019) Foto: dpa

Begleitet von Protesten gegen ein umstrittenes judenfeindliches Relief an der Stadtkirche in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) haben mehrere Tausend Menschen in der Lutherstadt das Reformationsfest gefeiert.

Rund 30 Mitglieder des »Bündnisses zur Abnahme der Judensau« zeigten am Donnerstag Transparente mit Aufschriften wie »Nach dem Terror in Halle: Wer kann da noch mit einer Judensau an der Stadtkirche leben?« oder »Nach Auschwitz an der Judensau festhalten?«.

Ein Mann hatte bereits gegen die Kirchengemeinde geklagt.

Das Sandsteinrelief zeigt einen Rabbiner, der einem Schwein unter den Schwanz schaut und Juden, die an den Zitzen der Sau trinken. Seit einigen Jahrzehnten gibt es eine Kontroverse um die Darstellung, die als »Judensau«-Relief bekannt ist.

Ein Mann hatte bereits gegen die Kirchengemeinde geklagt. Er fordert, das Relief von der Kirchenfassade zu entfernen. Der Fall liegt nun beim Oberlandesgericht Naumburg.  dpa

Schemot

Mutige Hebammen

Die Tora lehrt, dass Zivilcourage oft im Verborgenen beginnt – bei Menschen, die keine Chronik nennt

von Rabbiner Joel Berger  09.01.2026

Talmudisches

Fledermaus

Unsere Weisen diskutieren: Handelt es sich um ein Kriechtier unter den Vögeln oder einen Vogel unter den Kriechtieren?

von Rabbinerin Yael Deusel  09.01.2026

Piraten

Ahoi vey!

Entführte Rabbiner und Sefarden auf Kaperfahrt: Ein unbekanntes Kapitel jüdischer Geschichte

von Sophie Goldblum  08.01.2026

Wajechi

Wenn Taten Segen bringen

Wie jeder einzelne Mensch durch sein Tun Engel erschaffen kann

von Vyacheslav Dobrovych  02.01.2026

Talmudisches

Sorge dich nicht!

Was unsere Weisen über den Umgang mit Angst und innerer Unruhe lehren

von Detlef David Kauschke  02.01.2026

Begegnung

»Ich sehe keinen Gegensatz zwischen Toralernen und dem Militärdienst«

Die politische Lage in Israel wirft viele halachische Fragen auf. Rabbiner Ofer Livnat versucht, differenzierte Antworten zu geben

von Peter Bollag  02.01.2026

Neujahr

Am achten Tag

Auch Jesus wurde beschnitten – für die Kirchen war das früher ein Grund zum Feiern

von Rabbiner Walter Rothschild  01.01.2026 Aktualisiert

Brauch

Was die Halacha über Silvester sagt

Warum man Nichtjuden am 1. Januar getrost »Ein gutes neues Jahr« wünschen darf

von Dovid Gernetz  01.01.2026

Tradition

Jesus und die Beschneidung am achten Tag

Am 1. Januar wurde Jesus beschnitten – mit diesem Tag beginnt bis heute der »bürgerliche« Kalender

von Rabbiner Jehoschua Ahrens  01.01.2026 Aktualisiert