Ukraine

»Kommt nicht nach Uman!«

Vor der Pandemie pilgerten an Rosch Haschana bis zu 40.000 Juden an das Grab des Rabbiners Nachman von Bratzlaw (Archivbild). Foto: imago

Die ukrainische Regierung bittet Juden in aller Welt, an Rosch Haschana nicht nach Uman zu reisen. Kiews Botschafter in Israel, Yevgen Korniychuk, erklärte am Donnerstag per Facebook: »Aus Sorge um das Leben und Wohlergehen der Besucher der Ukraine und angesichts des offensichtlichen russischen Krieges in unserem Land können wir trotz aller Bemühungen die Sicherheit der Pilger nicht garantieren und lassen Touristen und Besucher derzeit nicht in die Ukraine einreisen.«

Jedes Jahr pilgern Zehntausende Juden zum jüdischen Neujahrsfest in die zentralukrainische Stadt Uman, wo sich das Grab von Rabbi Nachman von Bratzlav befindet.

GEBETE Korniychuk bat potenzielle Pilger, für das Ende des Krieges zu beten. »Ihre Gebete sind uns wichtig. Bitte beten Sie, dass vor Rosch Haschana der Krieg in der Ukraine, der aufgrund der offenkundigen und grausamen russischen Aggression ausbrach, zu Ende geht, und beten Sie für den Sieg der Ukraine«, schrieb er.

»Wir hoffen, dass die Gebete erfüllt werden und dass die Ukraine wieder ein Land sein wird, das großzügig Besucher aus Israel empfängt, insbesondere Juden, die in die Ukraine kommen, um die Gräber der Gerechten zu besuchen.« ja

Schoftim

Recht sprechen

Eine Gesellschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie sich an ihrer moralischen Gesetzgebung orientiert

von Rabbiner Avraham Radbil  29.08.2025

Talmudisches

Der heimliche Verbrecher

Über Menschen, die nicht aus Wahrheit, sondern aus Selbstdarstellung handeln

von Vyacheslav Dobrovych  29.08.2025

Kiddusch Haschem

»Ich wurde als Jude geboren. Ich werde als Jude sterben«

Yarden Bibas weigerte sich gegenüber den Terroristen, seinen Glauben abzulegen. Wie viele vor ihm lehnte er eine Konversion ab, auch wenn ihn dies beinahe das Leben gekostet hätte

von Rabbiner Dovid Gernetz  28.08.2025

Israel

Rabbiner verhindert Anschlag auf Generalstaatsanwältin

Ein Mann hatte den früheren Oberrabbiner Jitzchak Josef um dessen religiöse Zustimmung zur »Tötung eines Aggressors« ersucht. Die Hintergründe

 26.08.2025 Aktualisiert

Re'eh

Freude, die verbindet

Die Tora zeigt am Beispiel der Feiertage, wie die Gemeinsamkeit gestärkt werden kann

von Vyacheslav Dobrovych  22.08.2025

Elul

Der erste Ton des Schofars

Zwischen Alltag und Heiligkeit: Der letzte Monat vor dem Neujahr lädt uns ein, das Wunderhafte im Gewöhnlichen zu entdecken

von Rabbiner Raphael Evers  22.08.2025

Talmudisches

Positiv auf andere schauen

Was unsere Weisen über den Schutz vor bösem Gerede und die Kraft positiver Gedanken lehren

von Diana Kaplan  21.08.2025

Naturphänomene

Entzauberung des Gewitters

Blitz und Donnergrollen wurden lange als Zorn der Götter gedeutet. Doch die Tora beendete diesen Mythos

von Rabbiner Igor Mendel Itkin  21.08.2025

Fulda

Vor 80 Jahren - Schuldbekenntnis der Bischöfe nach dem Krieg

Sie stand im Zenit ihres Ansehens. Nach Kriegsende galt die katholische Kirche in Deutschland als moralische Macht. Vor 80 Jahren formulierten die Bischöfe ein Schuldbekenntnis, das Raum für Interpretationen ließ

von Christoph Arens  18.08.2025