Manchester

Kinderwagen schieben – auch am Schabbat

Der Eruv umfasst 13 Quadratmeilen. Foto: Screenshot manchestereruv.org.uk

In Manchester soll an diesem Schabbat zum ersten Mal der größte Eruv Großbritanniens in »Betrieb« gehen – und damit praktizierenden Juden das Leben erleichtern. Innerhalb des Eruv-Bezirks ist es Juden nach traditioneller Lesart auch am Schabbat erlaubt, Gegenstände zu tragen, Kinderwagen zu schieben und Rollstühle zu bewegen.

Wie die orthodoxe jüdische Zeitung »The Jewish Chronicle« berichtete, umfasst der Eruv 13 Quadratmeilen, die drei Stadtbezirke – Salford, Prestwich und Crumpsall – und ist damit größer als jeder Eruv in London.

Zehn Jahre hatte es seit Beginn der Planungen gedauert, bis der Eruv in der vergangenen Woche schließlich eingerichtet war. International anerkannte Eruv-Experten aus Jerusalem hätten die letzten Vorbereitungen zehn Tage lang überwacht, schrieb die Zeitung.

Eruv-Komitee Innerhalb des Eruv liegen nun das größte jüdische Altersheim von Manchester in Heathlands Village, der King David-Schulkomplex und das Maccabi-Gemeindezentrum.

Der Vorsitzende des Eruv-Komitees, Shimmy Lopian, sagte dem »Jewish Chronicle«, der Eruv werde den Schabbat für Familien lebendiger machen: »Sie können nun öfter in die Synagogen kommen und in den Park gehen.« Bereits im vergangenen Monat war Manchesters erster Eruv im Einzugsbereich der Whitefeld-Gemeinde eröffnet worden. ja

www.manchestereruv.org.uk

Chabad

Europäische Rabbiner tagen in Berlin

Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa

 09.03.2026

Talmudisches

Neidisch

Was unsere Weisen über Zufriedenheit lehren

von Detlef David Kauschke  06.03.2026

Verantwortung

Zerbrochen und erneuert

Die Geschichte von Mosche und den zweiten Gesetzestafeln zeigt, dass Gestaltungswille uns den Weg zu Gott öffnet

von Paige Harouse  06.03.2026

Dialog

Judaist Rutishauser: Antisemitismus greift tief in die Psyche

Am Sonntag erhält Christian Rutishauser die Buber-Rosenzweig-Medaille für seine Verdienste um den christlich-jüdischen Dialog. Was er zum Antisemitismus sagt - und warum die Gesellschaft »auf die Couch« müsse

von Leticia Witte  06.03.2026

Gespräch

»Das Leben ist keine schicksalhafte Tragödie«

Der Luzerner Jesuit und Judaist Christian Rutishauser erhält für seinen Einsatz im christlich-jüdischen Dialog die Buber-Rosenzweig-Medaille. Hier erzählt er, was ihn am rabbinischen Denken fasziniert

von Richard Blättel  05.03.2026

Meinung

Wie die Kirche beim Thema Iran die Orientierung verliert

Ein Kommentar von Daniel Neumann

von Daniel Neumann  02.03.2026

Krieg zwischen Iran und Israel

»Als sich das Blatt wendete«

Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt zum Tod von Ali Chamenei: »Dies ist der Moment, auf den das iranische Volk seit einem halben Jahrhundert gewartet hat«

 01.03.2026

»Brüllender Löwe«

Präventivschlag gegen Iran: Die Lage im Überblick

Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf den Iran reagieren die Behörden auf die erhöhte Sicherheitslage. Die Lage im Überblick

 28.02.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Kotel ist für alle da

Die Klagemauer könnte in Zukunft einzig vom orthodoxen Rabbinat verwaltet werden. Was als Schutz der Heiligkeit verkauft wird, wäre ein Angriff auf religiöse Vielfalt

von Sophie Goldblum  27.02.2026