Manchester

Kinderwagen schieben – auch am Schabbat

Der Eruv umfasst 13 Quadratmeilen. Foto: Screenshot manchestereruv.org.uk

In Manchester soll an diesem Schabbat zum ersten Mal der größte Eruv Großbritanniens in »Betrieb« gehen – und damit praktizierenden Juden das Leben erleichtern. Innerhalb des Eruv-Bezirks ist es Juden nach traditioneller Lesart auch am Schabbat erlaubt, Gegenstände zu tragen, Kinderwagen zu schieben und Rollstühle zu bewegen.

Wie die orthodoxe jüdische Zeitung »The Jewish Chronicle« berichtete, umfasst der Eruv 13 Quadratmeilen, die drei Stadtbezirke – Salford, Prestwich und Crumpsall – und ist damit größer als jeder Eruv in London.

Zehn Jahre hatte es seit Beginn der Planungen gedauert, bis der Eruv in der vergangenen Woche schließlich eingerichtet war. International anerkannte Eruv-Experten aus Jerusalem hätten die letzten Vorbereitungen zehn Tage lang überwacht, schrieb die Zeitung.

Eruv-Komitee Innerhalb des Eruv liegen nun das größte jüdische Altersheim von Manchester in Heathlands Village, der King David-Schulkomplex und das Maccabi-Gemeindezentrum.

Der Vorsitzende des Eruv-Komitees, Shimmy Lopian, sagte dem »Jewish Chronicle«, der Eruv werde den Schabbat für Familien lebendiger machen: »Sie können nun öfter in die Synagogen kommen und in den Park gehen.« Bereits im vergangenen Monat war Manchesters erster Eruv im Einzugsbereich der Whitefeld-Gemeinde eröffnet worden. ja

www.manchestereruv.org.uk

Internationale Holocaust Gedenkstätte

Rabbinerkonferenz weist Kritik an deutschen Yad-Vashem-Standorten zurück

Die geplanten Außenstellen von Yad Vashem in Deutschland stoßen auch auf Skepsis. Doch die Orthodoxe Rabbinerkonferenz warnt davor, die Arbeit der Gedenkstätte zum Gegenstand politischer Abrechnungen zu machen

 31.05.2026

Bonn

»Es ist ein Bruch eingetreten.«

Rabbiner Andreas Nachama betonte, dass Jüdinnen und Juden immer weiter in eine »Defensivposition« gebracht würden. Eine Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lotete aus, wie es anders gehen könnte

von Leticia Witte  31.05.2026

Antwerpen

Belgien: Empörung über Anklage gegen jüdische Beschneider

Wegen Anklagen gegen zwei jüdische Beschneider kritisieren jüdische Vertreter die belgischen Behörden scharf. Die European Jewish Association wirft der Staatsanwaltschaft vor, die Religionsfreiheit zu verletzen - Belgien weist dies zurück

von Marlene Brey  27.05.2026

Nasso

Raum für die g’ttliche Präsenz

Warum das Lesen dieses Wochenabschnitts beim Finden eines Ehepartners hilfreich sein soll

von Vyacheslav Dobrovych  24.05.2026

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Schawuot 2

Mit offener Hand

Das Gebot des Zehnten ist weit mehr als eine soziale Maßnahme. Es ist eine geistige Übung

von Rabbiner Joel Berger  21.05.2026

Jerusalem

Auf den Spuren der Pilger

Seit Januar kann man auf jener Straße gehen, auf der zu Schawuot einst Juden ihre Früchte zum Tempel brachten. Die Ausgrabungen bekräftigen religiöse Überzeugungen – und entfachen politische Konflikte

von Detlef David Kauschke  21.05.2026

Schawuot

Sei wie ein kleiner Berg

Der Ewige wählte nicht den höchsten Gipfel der Wüste Sinai für die Offenbarung der Tora. Dahinter steckt eine Botschaft

von Rabbiner Avraham Radbil  21.05.2026

Religionen

Rabbiner: Juden, Christen und Muslime können einander stärken

Der Nahostkrieg hat auch Auswirkungen auf Gesellschaften in Europa und den USA. Ein niederländischer Rabbiner schreibt, was Juden, Christen und Muslime dennoch einander bedeuten können - und welche Werte sie teilen

von Leticia Witte  21.05.2026