Sachsen-Anhalt

Jüdischer Kalender veröffentlicht

Foto: Getty Images / istock

Der Landesverband Jüdischer Gemeinden in Sachsen-Anhalt hat den jüdischen Jahreskalender für das kommende Jahr 5784 (nach gregorianischer Zeitrechnung 2023/2024) veröffentlicht.

In das Jahr fielen nach langen Jahren der Planung und des Baus die Fertigstellung von zwei Synagogen im Land, schreibt Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in seinem Grußwort, wie die Staatskanzlei am Dienstag in Magdeburg mitteilte.

Fertigstellung So freue er sich mit den jeweiligen Gemeinden, dass nach dem Um- und Anbau das Gebäude in Dessau-Roßlau wiedereröffnet werde und kurz darauf die Einweihung der neuen Synagoge in Magdeburg feierlich begangen werden könne. »Die bevorstehende Fertigstellung ist für unser Land von großer Bedeutung und soll uns allen ein Ansporn sein, weiterhin sichtbares jüdisches Leben zu zelebrieren«, schreibt Haseloff.

Die Wiedereröffnung der Dessauer Synagoge soll in den kommenden Wochen erfolgen, die Eröffnung des jüdischen Gotteshauses in Magdeburg ist für den 10. Dezember vorgesehen.

Der Jahreskalender wurde anlässlich von Rosch Haschana, das vom 15. bis 17. September gefeiert wurde, herausgegeben. Er werde auch in der Landesverwaltung umfangreich verteilt, hieß es.

Der Kalender vermittelt den Angaben zufolge Wissen zum Judentum. Die Kalenderblätter porträtierten die jeweiligen jüdischen Feiertage, erklären hierzu den historischen Kontext und die Bräuche. epd

Feiertage

Rosch Haschana für Anfänger

Vom Lichterzünden bis zum Taschlich: eine kleine Einführung für weniger erfahrene Synagogenbesucher

von Rabbinerin Ulrike Offenberg  11.09.2026 Aktualisiert

Rosch Haschana

»Wenn ich einmal reich wärʼ …«

An Neujahr, so sagt der Talmud, legt Gʼtt die Summe fest, die wir im kommenden Jahr verdienen werden. Warum wir trotzdem arbeiten, planen und gut haushalten sollten

von Rabbiner Dovid Gernetz  11.09.2026

Teschuwa

Auf die echte Erneuerung!

Statt einfach nur unsere schlechten Laster loszuwerden, bedeutet die Mizwa vielmehr das Finden unseres wahren Ichs

von Rabbiner Jaron Engelmayer  11.09.2026

Neujahr

Stunde null

Zu Rosch Haschana können wir alljährlich durch Teschuwa unsere guten Potenziale hervorrufen

von Rabbinerin Elisa Klapheck  11.09.2026

Rosch Haschana

Jahr der Einheit

Wenn wir uns gegenseitig stärken, werden wir viel erreichen

von Rabbiner Avichai Apel  11.09.2026

Ernte

Von Möhren und Mehrn

Unsere Redakteurin will zu Rosch Haschana eine selbst gezogene Karotte essen. Ein jiddisches Wortspiel brachte sie auf die Idee – und auf einen Weg, auf dem sie manches über das Judentum und über sich selbst lernte

von Mascha Malburg  11.09.2026

Spiritualität

Eine Reise zum Ich

Unser Autor verbrachte die Feiertage als Kind in der Enge der jemenitischen Gemeinschaft von Kiryat Arba. Dann verließ er die religiöse Welt – und fand sie an Rosch Haschana in der Ukraine wieder

von Yonatan Amrani  11.09.2026

Zuwendung

Hagars Schicksal

Am Neujahrstag erzählt der Toraabschnitt von Saras ägyptischer Magd, der Mutter Jischmaels. Oft übersehen, ist sie eine Figur, die uns mahnt, die Augen offen zu halten und uns anderen Völkern nicht zu verschließen

von Paige Harouse  11.09.2026

Tekia

Wenn das Schofar zur Hoffnung ruft

Warum auch in bewegten Zeiten Zuversicht wachsen kann

von Rabbiner Raphael Evers  11.09.2026