Infektionsschutz

Gottesdienste können weiter stattfinden

Goldener Davidstern an der Neuen Synagoge in Dresden Foto: Wolfram Nagel

Bei der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit Möglichkeiten für schärfere Corona-Regeln planen SPD, Grüne und FDP keine neuen Beschränkungen für Gottesdienste. Wie aus dem Gesetzentwurf der Ampel hervorgeht, sollen auch künftig bestimmte Bereiche von Untersagungen ausgenommen werden, darunter religiöse oder weltanschauliche Zusammenkünfte.

Auch ein Verbot von Demonstrationen ist demnach weiter nicht möglich. Neu ist gegenüber der jüngsten Änderung des Infektionsschutzgesetzes, dass die Gastronomie geschlossen und Übernachtungsangebote untersagt werden können.

Der Bundestag soll angesichts der angespannten Pandemielage noch in dieser Woche über eine erneute Änderung des Infektionsschutzgesetzes beraten. Die Bundesländer hatten darauf gedrängt, mehr Möglichkeiten zur Eindämmung der Pandemie zu erhalten, nachdem am 25. November die epidemische Lage nationaler Tragweite ausgelaufen war.

Der Gesetzentwurf der neuen Koalition im Bund sieht auch eine Impfpflicht für das Personal von Einrichtungen vor, in denen besonders gefährdete Menschen betreut, behandelt oder gepflegt werden. Sie soll unter anderem gelten für Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Tageskliniken, Arzt- und Zahnarztpraxen, Praxen sonstiger medizinischer Heilberufe, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie Entbindungseinrichtungen, wobei freiberufliche Hebammen eingeschlossen sind.

Dort tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen den Gesetzesplänen zufolge bis zum 15. März 2022 nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind oder aufgrund einer Kontraindikation nicht geimpft werden können. Die Impfpflicht gilt dabei nicht nur für das betreuende Personal, sondern für alle Mitarbeiter in den Einrichtungen, einschließlich Praktikanten, Zeitarbeitskräften oder für diejenigen, die einen Freiwilligendienst leisten, heißt es in der Gesetzesbegründung. Wer den Nachweis nicht vorlegt, kann ab dem 16.

März 2022 in diesen Einrichtungen nicht mehr tätig sein, heißt es weiter. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht soll zunächst befristet bis Ende kommenden Jahres gelten. Über eine allgemeine Impfpflicht wird inzwischen auch diskutiert. Sie ist aber nicht Bestandteil des aktuellen Gesetzgebungsvorhabens. epd

Schelach Lecha

Mit der Kraft des Ewigen

Die biblische Erzählung lehrt, dass sich mit Gottvertrauen auch aktuelle Herausforderungen bewältigen lassen

von Rabbiner Salomon Almekias-Siegl  12.06.2026

Talmudisches

Spiel des Lebens

Was unsere Weisen über Fußball lehrten

von Avi Frenkel  12.06.2026

Fußball-WM

Darf man einem Kraken glauben?

Was das Judentum über Orakel, Omen und Vorhersagen lehrt

von Rabbiner Dovid Gernetz  11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026

Interview

»Verbinde dich mit etwas Größerem«

Rabbiner Levi Shmotkin landete mit »Worte fürs Leben« einen Bestseller. Ein Gespräch über die Stärke, sich von Krieg und antisemitischen Bedrohungen nicht lähmen zu lassen

von Detlef David Kauschke  09.06.2026

Beha’alotcha

Macht der Gewohnheit

Die Tora zeigt am Beispiel Aharons, warum die tägliche Pflicht den Menschen wachsen lässt

von Avi Frenkel  05.06.2026

Talmudisches

Geister

Was antike jüdische Überlieferungen über Besucher aus dem Jenseits erzählen

von Rabbinerin Yael Deusel  04.06.2026

München/Jerusalem

Rabbinerkonferenz weist Kritik an deutschen Yad-Vashem-Standorten zurück

Die geplanten Außenstellen von Yad Vashem in Deutschland stoßen auch auf Skepsis. Doch die Orthodoxe Rabbinerkonferenz warnt davor, die Arbeit der Gedenkstätte zum Gegenstand politischer Abrechnungen zu machen

 31.05.2026

Bonn

»Es ist ein Bruch eingetreten.«

Rabbiner Andreas Nachama betonte, dass Jüdinnen und Juden immer weiter in eine »Defensivposition« gebracht würden. Eine Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lotete aus, wie es anders gehen könnte

von Leticia Witte  31.05.2026