Vatikan

Ämter für Rabbiner

Rabbiner Avraham Steinberg in der Bibliothek des Verlags der »Talmudic Encyclopedia in Jerusalem« Foto: Flash 90

Zum ersten Mal sind Rabbiner zu Mitgliedern der Päpstlichen Akademie für das Leben berufen worden. Wie der Vatikan mitteilte, ernannte Papst Franziskus am 13. Juni für das Gremium 45 neue Vollmitglieder und fünf Ehrenmitglieder, unter ihnen der israelische Rabbiner Avraham Steinberg und der argentinische Rabbiner Fernando Szlajen.

Biografien Steinberg ist Autor der Encyclopedia of Jewish Medical Ethics, für die er 1999 mit dem Israel-Preis ausgezeichnet wurde. Er ist außerdem Direktor der Ethikkomitees des Shaare-Tzedek-Krankenhauses in Jerusalem und Chef des Herausgeberteams der Talmudic Encyclopedia. Rabbiner Fernando Szlajen, wie Papst Franziskus Argentinier, ist Direktor des AMIA-Kulturzentrums und Professor für Philosophie und Literatur an der Universität von Buenos Aires.

Die Päpstliche Akademie für das Leben war 1994 von Papst Johannes Paul II. mit dem apostolischen Schreiben »Vitae mysterium« gegründet worden. Sie beschäftigt sich mit kirchlichen Positionen zu Fragen der medizinischen Ethik wie Reproduktionsmedizin, Gentechnik, Sterbehilfe und Abtreibung. Mitglieder werden nach einer Neuregelung nicht mehr auf Lebenszeit, sondern für jeweils fünf Jahre ernannt. Im Alter von 80 Jahren endet die Mitgliedschaft automatisch. ag

Beha’alotcha

Macht der Gewohnheit

Die Tora zeigt am Beispiel Aharons, warum die tägliche Pflicht den Menschen wachsen lässt

von Avi Frenkel  05.06.2026

Wohlbefinden

»Verbinde dich mit etwas Größerem«

Rabbiner Levi Shmotkin landete mit »Worte fürs Leben« einen Bestseller. Ein Gespräch über die Stärke, sich von Krieg und antisemitischen Bedrohungen nicht lähmen zu lassen

von Detlef David Kauschke  05.06.2026

Talmudisches

Geister

Was antike jüdische Überlieferungen über Besucher aus dem Jenseits erzählen

von Rabbinerin Yael Deusel  04.06.2026

München/Jerusalem

Rabbinerkonferenz weist Kritik an deutschen Yad-Vashem-Standorten zurück

Die geplanten Außenstellen von Yad Vashem in Deutschland stoßen auch auf Skepsis. Doch die Orthodoxe Rabbinerkonferenz warnt davor, die Arbeit der Gedenkstätte zum Gegenstand politischer Abrechnungen zu machen

 31.05.2026

Bonn

»Es ist ein Bruch eingetreten.«

Rabbiner Andreas Nachama betonte, dass Jüdinnen und Juden immer weiter in eine »Defensivposition« gebracht würden. Eine Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lotete aus, wie es anders gehen könnte

von Leticia Witte  31.05.2026

Antwerpen

Belgien: Empörung über Anklage gegen jüdische Beschneider

Wegen Anklagen gegen zwei jüdische Beschneider kritisieren jüdische Vertreter die belgischen Behörden scharf. Die European Jewish Association wirft der Staatsanwaltschaft vor, die Religionsfreiheit zu verletzen - Belgien weist dies zurück

von Marlene Brey  27.05.2026

Nasso

Raum für die g’ttliche Präsenz

Warum das Lesen dieses Wochenabschnitts beim Finden eines Ehepartners hilfreich sein soll

von Vyacheslav Dobrovych  24.05.2026

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Schawuot 2

Mit offener Hand

Das Gebot des Zehnten ist weit mehr als eine soziale Maßnahme. Es ist eine geistige Übung

von Rabbiner Joel Berger  21.05.2026