Judenhass

Zentralrat: Angriff auf Berlin-Touristen »beschämend«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: imago images / epd

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat den mutmaßlich antisemitisch motivierten Angriff auf einen Touristen in Berlin verurteilt. »Diese #Attacke ist für eine weltoffene europäische Hauptstadt beschämend«, erklärte Schuster im Kurznachrichtendienst X, ehemals Twitter.

In dem Fall prüft der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes bei der angezeigten gefährlichen Körperverletzung eine antisemitische Tatmotivation.

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Zuvor hatte bereits Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, auf demselben Kanal geschrieben: »Ein weiterer Israeli wird in der deutschen Hauptstadt brutal angegriffen. Das ist inakzeptabel!« Die deutschen Behörden müssten »jede Maßnahme ergreifen, um diese Angriffe sowie die Aufhetzung gegen Israel und Juden zu stoppen, bevor es zu spät ist«.

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Nach Polizeiangaben war der 19 Jahre alte israelische Tourist am Wochenende mit einer Begleiterin auf einer Straße in Kreuzberg unterwegs gewesen und hatte auf Hebräisch telefoniert. Der Mann hatte angegeben, dass dann plötzlich ein Auto angehalten und drei Männer ausgestiegen seien. Einer von ihnen habe den Touristen angesprochen, was er wegen fehlender Deutschkenntnisse nicht verstanden habe.

Unvermittelt habe einer der Männer den Touristen geschlagen, so dass er zu Boden gefallen sei. Auf den am Boden liegenden jungen Mann sollen die drei Männer weiter eingeschlagen und eingetreten haben. Mit seiner unverletzten Begleiterin suchte der 19-Jährige laut Polizei die Rettungsstelle eines Krankenhauses auf. Der 19-Jährige erlitt eine Gehirnerschütterung und Prellungen am Oberkörper.

Der »Bild«-Zeitung sagte das israelische Opfer: »Ich wurde von Arabern verprügelt, weil ich Jude bin!« Und weiter: »Als sie mit mir fertig waren, sind sie mit ihrem Auto weggefahren und haben laut arabische Musik gehört, regelrecht gefeiert.« kna

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