EILMELDUNG! Nach Angriff Israels auf Iran: Sicherheitsbehörden verstärken Schutz für jüdische Einrichtungen

Köln

Zentralrat beklagt fehlende Solidarität mit Juden

Abraham Lehrer Foto: Gregor Zielke

Köln

Zentralrat beklagt fehlende Solidarität mit Juden

Lehrer: »Je stärker eine Minderheit ausgegrenzt wird, desto schlechter ist es um die Demokratie bestellt«

 26.08.2024 08:32 Uhr

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, hat Kritik an der israelischen Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geübt. In einem Beitrag für den »Kölner Stadt-Anzeiger« wandte er sich zugleich gegen Antisemitismus in der deutschen linken Szene.

Mit Blick auf Israel schrieb Lehrer: »Die Äußerungen eines Ministers Itamar Ben-Gvir über das Aushungern des Gazastreifens, die Vorhaben der amtierenden Regierung zu Umbau und Entmachtung der Judikative oder das Verhalten des Ministerpräsidenten Netanjahu sind klar abzulehnen und zu kritisieren.«

Das sei »aber absolut kein Grund, dem Staat Israel sein Existenzrecht abzuerkennen«, so der Vorsitzende der Synagogen-Gemeinde Köln.

Antisemitisches Stereotyp

Einen Vorfall auf einer queeren Party Anfang Juli in Berlin nahm Lehrer zum Anlass für die Feststellung, dass Antisemitismus »leider keinen Halt vor progressiven, linken und queeren Räumen« mache. Bei der Party waren jüdische Teilnehmer wegen einer Regenbogen-Flagge mit Davidstern attackiert worden.

Lehrer kritisierte, dass die Motivation dahinter »ein altes antisemitisches Stereotyp« gewesen sei: Juden könnten aufgrund ihrer Beziehung zu Israel keine loyalen Bürger ihrer Heimatländer sein.

Der Zentralrats-Vize beklagte eine allgemein fehlende Solidarität mit Jüdinnen und Juden insbesondere seit dem Terror-Angriff der Hamas vom 7. Oktober. »Je stärker eine Minderheit ausgegrenzt oder diskriminiert wird, und je stärker die Mehrheit dies mitträgt oder schweigend wegschaut, desto schlechter ist es um die Demokratie bestellt«, gab Lehrer zu bedenken. kna

Deutschland

Behörden verstärken Schutz von jüdischen und israelischen Einrichtungen

Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf den Iran reagieren die Behörden auf die erhöhte Sicherheitslage

 28.02.2026 Aktualisiert

Standpunkt

Braucht es ein Verbot?

Warum gerade Juden einen Social-Media-Stopp für Jugendliche unter 16 Jahren unterstützen sollten

von Daniel Neumann  27.02.2026

Meinung

Kein Geld mehr für die UNRWA

Die CDU hat auf ihrem Bundesparteitag einen Stopp deutscher Zahlungen an das Flüchtlingshilfswerk für die Palästinenser gefordert. Warum der Beschluss richtig ist

von Michael Thaidigsmann  27.02.2026

Meinung

Olympia: Mehr als ein Regelbruch

Das israelische Bobteam wurde disqualifiziert – doch dahinter steht eine Geschichte von Loyalität, Koexistenz und Mut

von Sabine Brandes  27.02.2026

Essay

Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...

Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand

von Serdar Somuncu  27.02.2026

Analyse

Hamas-naher Verein organisiert pro-palästinensische Demos

Anadolu Gençlik Derneği gibt sich in Deutschland betont moderat, doch die Mutterorganisation in der Türkei zeigt ihre Terrorverbindungen offen

 27.02.2026

Washington D.C.

Ex-Präsident Clinton sagt vor US-Kongress zu Epstein aus

Erst Ex-Außenministerin Hillary Clinton, nun ihr Mann, Bill Clinton: Erstmals seit mehr als 40 Jahren sagt heute ein Ex-Präsident vor dem US-Kongress aus

 27.02.2026

Ehrung

Bundesverdienstkreuz für Holocaust-Überlebende Renate Aris

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer überreicht am Dienstag mehrere Bundesverdienstkreuze. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste deutsche Anerkennung für Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen

 27.02.2026

Schmähplastik

Straßburg bestätigt deutsche Urteile: Wittenberger »Judensau« bleibt

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärt die Eingabe eines jüdischen Rentners für unzulässig. Die Entscheidung ist endgültig

 27.02.2026