Fernsehen

ZDF plant zahlreiche Projekte zum Jahrestag der Wannseekonferenz

Haus der Wannsee-Konferenz: wichtige Stätte der Erinnerungskultur Foto: Gregor Zielke

Zum 80. Jahrestag der Wannseekonferenz im Januar 2022 plant das ZDF eine umfangreiche Berichterstattung. Noch bis Mitte September fänden deshalb unter anderem in Berlin Dreharbeiten für die Dokumentation zu dem neuen ZDF-Fernsehfilm »Die Wannseekonferenz« statt, teilte der Sender am Montag in Mainz mit.

Der Film schildert nach Angaben des Senders anhand des von Adolf Eichmann gezeichneten »Besprechungsprotokolls« das schicksalhafte Treffen führender Vertreter des NS-Regimes am 20. Januar 1942 in einer Villa in Berlin-Wannsee. Thema war die sogenannte »Endlösung der Judenfrage«: die Organisation des systematischen Massenmords an den Juden Europas. Die Dokumentation von Jörg Müllner soll die im Film gezeigten Ereignisse historisch einordnen und die weitreichenden Folgen für die Verfolgten des NS-Regimes zeigen.

Drehstart für die Dokumentation war am historischen Schauplatz, der Gedenk- und Bildungsstätte »Haus der Wannseekonferenz«. Interviewpartner sind etwa die Historiker Peter Klein, Robert Gerwarth, Götz Aly und Andrej Angrick, die sich seit Jahren intensiv mit den Verbrechen des NS-Staats auseinandersetzen, sowie Holocaust-Überlebende wie die 1921 geborene Margot Friedländer.

Neben Film und Dokumentation wird laut ZDF auch für die Online-Plattformen des ZDF ein vertiefendes Angebot zur Wannseekonferenz produziert. So wird Mirko Drotschmann in Erklärvideos Hintergründe erläutern und mit Zeitzeugen und Experten sprechen.

Darüber hinaus wird das Thema in den Youtube-Kanälen von »Terra X« und »MrWissen2go« gespiegelt. In Zusammenarbeit mit dem Geschichtslehrerverband Deutschlands wird ein umfangreiches Angebot für den Schulunterricht zusammengestellt, das im Mediatheksangebot »Terra X plus Schule« zu finden sein wird.

In Kooperation mit der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz entsteht für die ZDF-Mediathek ein digitaler Rundgang am historischen Ort, der auch für den Einsatz in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen geeignet ist. kna

Bayern

Charlotte Knobloch wünscht sich Ilse Aigner als Bundespräsidentin

Die bayerische Landtagspräsidentin »lebt mit den Menschen, nicht über ihnen«, so Knobloch

 06.11.2026

USA

Trump will bald Entscheidung zum Iran-Krieg verkünden

Nach der Wahlniederlage seiner Republikaner beschäftigt sich US-Präsident Trump mit der Frage, ob er den Krieg mit dem Iran wiederaufnehmen soll. Die Bemühungen der Vermittler laufen auf Hochtouren

 06.11.2026

Berlin

Emde erschien mit radikaler Anti-Israel-Aktivistin zur Fraktionssitzung

Während die Linke weiter um den Umgang mit der Neuköllner Abgeordneten ringt, provozierte diese erneut

 05.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  05.11.2026

Hintergrund

Claudia Roth und der »unfassbare Druck vom Zentralrat«

Die Ex-Kulturstaatsministerin bezeichnet es als »totalen Fehler«, auf der Berlinale Regisseure wegen ihrer israelfeindlichen Aussagen kritisiert zu haben und sucht dafür die Schuld beim Zentralrat der Juden

von Michael Thaidigsmann  05.11.2026

Frankfurt am Main

Trotz Warnungen der jüdischen Gemeinde: Comedian tritt in Frankfurt auf

Trotz Forderungen aus der Stadtgesellschaft, den Auftritt abzusagen, bespielt der neurechte Satiriker Nikolai Binner am Freitag einen Saal in einer städtischen Liegenschaft

 05.11.2026

Nachruf

Trauer um Hubert Aiwanger

Der Freie-Wähler-Chef, bayerische Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister starb im Alter von 55 Jahren in einem Berliner Hotel

von Frederick Mersi  04.11.2026

Berlin

Antisemitische Schmierereien auf Skulpturen im Berliner Tiergarten

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

 04.11.2026

Brasilien

Kein Freund Israels

Nach dem überraschenden Wahlsieg des linken Präsidenten Lula gibt sich die jüdische Gemeinde des Landes dennoch zuversichtlich

von Andreas Knobloch  04.11.2026