Jerusalem

Yad Vashem bald auch in Deutschland?

»Halle der Namen« in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem Foto: Flash 90

Deutschland könnte der erste Standort außerhalb Israels für eine Einrichtung der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem werden. Ein Experten-Team will in den nächsten Monaten mit Hilfe der Bundesregierung die Machbarkeit eines Bildungszentrums in Deutschland prüfen, wie Yad Vashem am Donnerstag mitteilte.

Ziel der Holocaust-Bildungsarbeit sei es nicht nur, das Gedenken an die Verbrechen aufrechtzuerhalten, erklärte Yad-Vashem-Leiter Dani Dayan. Es gehe auch darum, Toleranz und Offenheit in der Gesellschaft zu fördern.

Durch eine Studie sollen nun Herausforderungen, mögliche Probleme sowie verschiedene Kooperationsmodelle für das neue Zentrum geprüft werden. Die Idee entstand den Angaben zufolge bei einem Treffen Dayans mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Januar 2023 in Deutschland. Mehrere Ministerien hätten ihre Unterstützung signalisiert.

Bereits jetzt bestehen Kooperationsvereinbarungen mit deutschen Partnern auf Bundesebene sowie in allen Bundesländern. Diese Partnerschaften sollen laut den Plänen durch das Bildungszentrum vertieft werden - ohne bestehende Angebote überflüssig zu machen. kna

Krieg

Trump verlängert Feuerpause mit dem Iran

Nur einen Tag zuvor hatte der US-Präsident den Schritt als sehr unwahrscheinlich bezeichnet

 22.04.2026

Waffenruhe

Trump: Iran hat keine andere Wahl, als weiterzuverhandeln

Seit Tagen steht im Iran-Krieg eine Frage im Fokus: Kommt es zu neuen Verhandlungen in Pakistan? Trump gibt sich optimistisch – auch was eine mögliche Einigung angeht

 21.04.2026

Hessen

Bundesrats-Vorstoß: Leugnung des Existenzrechts Israels bestrafen

Hessen will das Leugnen des Existenzrechts Israels bundesweit unter Strafe stellen. Ein entsprechender Entwurf ist bereits vorbereitet. Er soll im Mai in der Länderkammer in Berlin eingebracht werden

von Christof Bock  21.04.2026

Luxemburg

Deutschland fordert Iran zu Verhandlungen mit USA auf

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe ist unklar, ob es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt. Der deutsche Außenminister richtet nun einen Appell an Teheran

 21.04.2026

Rom

Entschädigungsstreit: Italien stärkt ausländische NS-Opfer

Es waren grausame Taten an jenem Juni-Tag 1944, als im griechischen Dorf Distomo SS-Einheiten Zivilisten töteten. Um Entschädigungen wird noch gestritten. Nun hat Italiens höchstes Gericht geurteilt

 21.04.2026

Berlin

Kulturstaatssekretär Friederici muss gehen

Die Vergabe von Fördergeld gegen Antisemitismus sorgt schon länger für Wirbel. Nun hat der Vorgang personelle Konsequenzen

 21.04.2026

München

CSU-Fraktion und jüdische Studenten fordern entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek sagt, Judenhass müsse unabhängig davon bekämpft werden, ob er von rechts, von links oder islamistisch motiviert sei: »Lippenbekenntnisse reichen nicht.«

 21.04.2026

Teheran

Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Protesten

Nach Spionagevorwürfen hatte die iranische Justiz am Montag zwei Männer exekutieren lassen. Nun wird ein weiteres Urteil vollstreckt

 21.04.2026

Berlin

Michael Roth von Podiumsdiskussion an Hertie School ausgeladen

Der SPD-Politiker und Autor sagt, Protest und Widerspruch seien legitim. Problematisch werde es, wenn bereits die Androhung von Störungen ausreiche, um Redner wieder auszuladen

 21.04.2026