Justiz

Widersprüchliche Berichte zu Gerichtstermin für Gil Ofarim

Gil Ofarim Foto: imago/Future Image

Es war eine Schlagzeile, die heute für viel Aufmerksamkeit sorgte: Laut »Bild«-Zeitung muss sich der Musiker Gil Ofarim, nach dem Platzen des Prozesses im Oktober 2022, nun doch vor Gericht verantworten. Der Bericht scheint jedoch nicht zuzutreffen.

Die »Frankfurter Rundschau« zitierte am Dienstag einen Sprecher des Landgerichts Leipzig. »Es gibt derzeit keine Ladungen und keine Termine«, sagte er demnach.

In dem »Bild«-Bericht hatte es geheißen, am 7. November werde der Prozess gegen Ofarim beginnen. Die Quelle dieser Information blieb unklar.

Offene Fragen Ein ursprünglich im vergangenen Jahr vorgesehener Prozess war abgesagt worden - mit der Begründung, die »Fürsorgepflicht für den Angeklagten« müsse beachtet werden. Das Gericht wollte zunächst offene Fragen klären, hieß es im Oktober 2022.

Im vergangenen April berichtete der MDR, frühestens in sechs Monaten sei mit dem Beginn des Prozesses zu rechnen - aufgrund der großen Arbeitsbelastung des Gerichts. Dies würde bedeuten, dass vor Oktober nicht mit einer Verhandlung gerechnet werden kann.

RÜCKBLICK Ein Mitarbeiter eines Leipziger Hotels hatte Gil Ofarim wegen Verleumdung angeklagt, nachdem der Künstler angegeben hatte, der Mann habe an der Rezeption von ihm verlangt, seine mit einem Davidstern versehene Kette abzunehmen, damit er einchecken könne.

Wann die Verhandlung nun de facto beginnen wird, war am Dienstagnachmittag weiterhin unklar. ja

Verteidigung

Nach Deal über VW-Werk: Israelische Rüstungsunternehmen wollen noch mehr in Deutschland investieren

Rafael und Elbit wollen die deutsch-israelische Zusammenarbeit bei der Produktion von Abwehrraketen und anderem Militärgerät erheblich ausweiten. Covenant will in Sachsen Marschflugkörper produzieren

 09.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Iran

Kamran Hekmati in Teheran aus dem Gefängnis entlassen

Der 71-jährige iranisch-amerikanische Jude kommt nach einjähriger Haft wegen einer Reise nach Israel frei, darf das Land aber weiterhin nicht verlassen

 09.09.2026

Bundestag

Merz wirft AfD Pläne für »ethnische Säuberungen« vor

Wenige Tage nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt gibt sich Bundeskanzler Merz kämpferisch gegenüber der Partei. Bei der Generaldebatte im Bundestag wirft er ihr vor, mit ihren migrationspolitischen Positionen das Land zu spalten

 09.09.2026

Fußball

»Für Juden spielen wir nicht«

Beim Oberliga-Verein Tennis Borussia Berlin soll es zu antisemitischen Anfeindungen gegen den jüdischen Vorstandsvorsitzenden Ariel Gala gekommen sein – aus der eigenen Jugendabteilung

 09.09.2026

Max Privorozki

»Ich werde Halle nicht verlassen, solange wir in einer freien Gesellschaft leben«

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk spricht der Gemeindevorsitzende über Wahlergebnisse, Prognosen und die Aufgabe der Gesellschaft

 09.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  09.09.2026

Nahost

USA zerstören iranischen Tanker - Teheran feuert Raketen ab

Wieder nimmt das US-Militär iranische Schiffe ins Visier. Teherans Reaktion erfolgt umgehend. Ein Experte warnt vor einer unkontrollierbaren Eskalationsspirale

von Lars Nicolaysen  09.09.2026

Israel

Warnung vor Hamas-Überfall ignoriert? Netanjahu dementiert

Emiratischer Präsident soll Netanjahu angerufen haben. Netanjahu reagierte angeblich gelassen. Emirate wollen sich nicht zu Berichten äußern

 08.09.2026