Charlotte Knobloch bleibt Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKGM). Der neu gewählte Gemeindevorstand bestätigte die 93-Jährige am Montag bei seiner konstituierenden Sitzung einstimmig und ohne Gegenkandidaten im Amt.
Als Vizepräsidenten wurden der Unternehmer Yehoshua Chmiel, der dieses Amt bereits seit 2016 innehat, sowie der Jurist Michael Holland gewählt. Holland, Antisemitismusbeauftragter des Landkreises Dachau, gehört dem Vorstand erstmals an.
Bereits zuvor hatte die IKGM das Ergebnis der diesjährigen Vorstandswahlen bekanntgegeben, die am 2. und 5. Juli stattfanden. In der Reihenfolge gemäß der Zahl der erhaltenen Wählerstimmen ergab sich folgende Rangliste:
- Charlotte Knobloch
- Roy Rajber
- Guy Katz
- Guy Fränkel
- Grischa Judanin
- Yehoshua Chmiel
- Judith Epstein
- Michael Holland
- Eugen Alter
- Lorin Nezer
- Slava Satanovsky
- Ilan Birnbaum
- Anita Kaminski
- Silvia Jonas
- Vera Szackamer
Die Israelitische Kultusgemeinde zählt rund 9000 Mitglieder und gehört damit zu den größten jüdischen Gemeinden Deutschlands. Sie vertritt das religiöse, kulturelle und soziale Leben der jüdischen Gemeinschaft in München und weiten Teilen Oberbayerns.
Die Gemeinde wurde 1815 gegründet und nach dem Ende der NS-Herrschaft bereits im Juli 1945 neu etabliert. Sie ist als Einheitsgemeinde organisiert. Präsidentin ist seit 1985 Charlotte Knobloch. ja/kna
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