Jubiläum

»Viel mehr als eine politische Vertretung«

Andreas Nachama Foto: imago/IPON

Der Vorsitzende der deutschen Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Andreas Nachama, sieht den politischen Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus als eine der großen Herausforderungen für den Zentralrat der Juden. Es sei wichtig, dass es eine »jüdische politische Stimme gibt, die sagt: So geht es nicht«, sagte Nachama der in Berlin erscheinenden »Tageszeitung« (Montag).

institutionen Allerdings sei der Zentralrat »heute viel mehr als nur eine politische Vertretung«, sagte der langjährige Direktor des Berliner Dokumentationszentrums »Topographie des Terrors«, der seit einigen Monaten im Ruhestand ist: »Mit all seinen Institutionen – den Rabbinerkonferenzen, der Zentralwohlfahrtsstelle, der Akademie, die in Frankfurt am Main entsteht – ist er vielmehr auch eine Serviceorganisation für die Gemeinden.«

Das politische Wort sei »das, was in der Zeitung steht und den Zentralrat nach außen wichtig macht«, betonte der Historiker. Nach innen, für die Gemeindemitglieder, zähle, »dass sie ihre Kinder in Sommer- und Wintercamps schicken können, dass es Kulturveranstaltungen gibt und vieles mehr«, sagte Nachama zum 70-jährigen Bestehen des Zentralrats der Juden, der am 19. Juli 1950 gegründet wurde. epd

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