Jubiläum

»Viel mehr als eine politische Vertretung«

Andreas Nachama Foto: imago/IPON

Der Vorsitzende der deutschen Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Andreas Nachama, sieht den politischen Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus als eine der großen Herausforderungen für den Zentralrat der Juden. Es sei wichtig, dass es eine »jüdische politische Stimme gibt, die sagt: So geht es nicht«, sagte Nachama der in Berlin erscheinenden »Tageszeitung« (Montag).

institutionen Allerdings sei der Zentralrat »heute viel mehr als nur eine politische Vertretung«, sagte der langjährige Direktor des Berliner Dokumentationszentrums »Topographie des Terrors«, der seit einigen Monaten im Ruhestand ist: »Mit all seinen Institutionen – den Rabbinerkonferenzen, der Zentralwohlfahrtsstelle, der Akademie, die in Frankfurt am Main entsteht – ist er vielmehr auch eine Serviceorganisation für die Gemeinden.«

Das politische Wort sei »das, was in der Zeitung steht und den Zentralrat nach außen wichtig macht«, betonte der Historiker. Nach innen, für die Gemeindemitglieder, zähle, »dass sie ihre Kinder in Sommer- und Wintercamps schicken können, dass es Kulturveranstaltungen gibt und vieles mehr«, sagte Nachama zum 70-jährigen Bestehen des Zentralrats der Juden, der am 19. Juli 1950 gegründet wurde. epd

Diplomatie

Streit mit der Türkei: Wadephul stellt sich an die Seite Israels

Außenminister Johann Wadephul hat Aussagen seines türkischen Amtskollegen Hakan Fidan als »vollkommen unangemessen« bezeichnet. Fidan hatte Israel ein »Problem für die Menschheit« genannt

 07.07.2026 Aktualisiert

Jerusalem

»Antisemitische Hetze« und »Aufruf zum Völkermord«: Streit zwischen Israel und Türkei eskaliert

Türkeis Außenminister hatte Israel als Problem für die Menschheit bezeichnet, das nicht länger ertragen werden könne

 07.07.2026

USA

Wie Ägyptens Nationaltrainer bei der Fußball-WM Lügen über Israel verbreitet

Politische Botschaften sind während des Turniers eigentlich verboten. Ägyptens Trainer lässt sich davon nicht beeindrucken

 07.07.2026 Aktualisiert

Düsseldorf

Mehr als 600 Dokumente aus NS-Zeit an Gedenkstätten übergeben

Eine im November gestoppte Auktion hat zum Ankauf von mehr als 600 Dokumenten aus der NS-Zeit geführt. Im Düsseldorfer Landtag sind sie nun an Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Archive übergeben worden

 06.07.2026

Hintergrund

UNRWA: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Israel-Lobby

Eine neue Studie der linksparteinahen Stiftung präsentiert jüdische und pro-israelische Organisationen in Deutschland pauschal als Sprachrohre der Regierung in Jerusalem

von Michael Thaidigsmann  06.07.2026

Bayern

Jüdische Gemeinde München hat einen neuen Vorstand gewählt

Wer die meisten Stimmen erhalten hat - ein Überblick

 06.07.2026

Erfurt

Erkenntnisse aus dem AfD-Parteitag

Während draußen Tausende protestieren, sieht sich die AfD drinnen bereit fürs Regieren. Wer gefeiert wird, wer an Einfluss gewinnt und was es mit einem rätselhaften Star-Wars-Moment auf sich hat

von Jörg Ratzsch, Anne-Beatrice Clasmann und Stefan Hantzschmann  06.07.2026

Berlin

Kommission soll Unrecht an Sinti und Roma aufarbeiten

Auch nach 1945 haben Sinti und Roma in Deutschland Unrecht erlebt. Schon bald soll eine Kommission diesen Teil der Geschichte aufarbeiten. Das hat die Bundesregierung beschlossen

von Alexander Riedel  06.07.2026

Berlin

Wadephul: Irans Zahlung für Minenräumung wäre gerechtfertigt

»Der Iran hat rechtswidrig eine internationale Seefahrtsstraße vermint«, sagte der Bundesaußenminister

 06.07.2026