Umfrage

Vertrauen in den Zentralrat der Juden vergleichsweise hoch

Blick auf das Schild des Zentralrates der Juden am Leo-Baeck-Haus in Berlin Foto: picture-alliance / ZB

Wie aus einem Ranking zum Vertrauen in Institutionen in Deutschland hervorgeht, welches das Forsa-Institut für den »stern«, RTL und ntv ermittelt hat, nimmt das Vertrauen in religiöse Institutionen ab.

Vergleichsweise hoch sei mit 36 Prozent das Ansehen des Zentralrates der Juden in Deutschland. Allerdings habe sich der Wert gegenüber 2022
um fünf Prozentpunkte verringert.

Lesen Sie auch

Während nur wenig mehr als ein Viertel der Bevölkerung der evangelischen Kirche vertraut, ist der Wert für die katholische Kirche mit elf Prozent noch einmal deutlich geringer. Allerdings ist der
Bevölkerungsanteil, der der evangelischen Kirche vertraut, innerhalb eines Jahres um einen Punkt auf 27 Prozent gesunken, während die katholische Kirche einen Anstieg um einen Prozentpunkt verzeichnet.

2005 hatten der evangelischen Kirche noch 42 Prozent der Menschen
vertraut und 2017 zwischenzeitlich sogar 48 Prozent, wie der »stern«,
RTL und ntv am Montag berichteten. 2005 dagegen vertrauten der
katholischen Kirche noch 24 Prozent. Der höchste Wert wurde 2017 mit
29 Prozent erreicht.

Geringster Wert für den Islam

Unverändert am geringsten ist das Vertrauen in den Islam: Lediglich sechs Prozent vertrauen dieser Religion, die anders als die Kirchen und der Zentralrat der Juden nicht als verfestigte Institution organisiert ist.

Die Daten wurden den Angaben zufolge vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa zwischen dem 6. und 13. Dezember
telefonisch erhoben. 4004 Menschen seien befragt worden, die Umfrage
sei repräsentativ. epd/ ja

Untersuchung

ADL: Manipulierte Wikipedia-Einträge über Israel immer noch nicht korrigiert

Die Anti-Defamation League wirft den Betreibern der Online-Enzyklopädie vor, zu wenig gegen die Manipulation von Einträgen zu unternehmen, die sich mit Themen wie dem Nahostkonflikt und dem 7. Oktober befassen

 15.10.2026

Statistik

Zahl antisemitischer Vorfälle in Österreich bleibt auf hohem Niveau

Der Ausnahmezustand sei zum Alltag geworden, beklagt eine Antisemitismus-Meldestelle in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden erneut Hunderte einschlägige Fälle gezählt

 15.10.2026

Berlin

Trotz vieler Hürden: Berliner Parteien sondieren weiter

»Kommunikationsdesaster« oder heilsamer Weckruf? Nach dem Streit um das Vorgehen gegen Antisemitismus sprechen Linke, Grüne und SPD weiter über eine Regierung. Aber es bleibt schwierig

von Andreas Heimann, Torsten Holtz  15.10.2026

Mitglieder der JSUD vor dem Eingang zum Synagogenhof der Jüdischen Gemeinde Halle

Nach Eklat von Halle

Polizei ermittelt gegen jüdische Studenten

Aktivisten der Jüdischen Studierenden Union hatten sich dem rechtsextremen AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider in den Weg gestellt, als dieser an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des rechtsextremen Anschlags teilnehmen wollte. Das hat ein juristisches Nachspiel

 15.10.2026

Rechtsterrorismus

Zwickau gedenkt NSU-Opfern

Der »Nationalsozialistische Untergrund« ermordete zehn Menschen aus rassistischen und rechtsextremistischen Motiven. Zuletzt lebte die Terrorzelle in Zwickau. Die Stadt gedenkt der Terroropfer

 15.10.2026

Hamburg

Attentate auf Josef Schuster und Volker Beck geplant: Iranische Spione müssen ins Gefängnis

Zwei Männer haben im Auftrag Teherans jüdische und proisraelische Ziele in Deutschland für Anschläge ausgespäht. Das Oberlandesgericht hat sie deshalb nun zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

von Nils Kottmann  15.10.2026 Aktualisiert

Golf von Oman

US-Militär: Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört

Immer wieder greifen der Iran und die USA gegenseitig Handelsschiffe und Tanker an. Was ist nun passiert?

 15.10.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD verhandeln wieder

Das von den Sondierern beschlossene Antisemitismus-Papier soll auch in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden

 15.10.2026

Debatte um Erklärung

Hickhack bei Rot-Grün-Rot: Das steht in den Antisemitismus-Papieren

Die Berliner Regierungsbildung stockt, nachdem die Linke im Abgeordnetenhaus ein eigenes Papier zum Kampf gegen Antisemitismus gebilligt hat. Wo sich die zwei Erklärungen unterscheiden

 14.10.2026