Sachsen-Anhalt

Verstärkter Schutz

Schild am Gebäude der Synagoge in Halle Foto: dpa

Sachsen-Anhalt verstärkt den Schutz von Synagogen und jüdischen Gemeindeeinrichtungen. Im Doppelhaushalt 2020/21 sind dafür in diesem Jahr insgesamt 890.000 Euro und im kommenden Jahr 1,535 Millionen Euro eingeplant, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Magdeburg mit.

Die Landesregierung habe am Dienstag einer Zusatzvereinbarung zum Staatsvertrag mit der jüdischen Gemeinschaft in Sachsen-Anhalt zugestimmt, die Finanzmittel für Maßnahmen vorsieht, die das Landeskriminalamt (LKA) empfiehlt.

ZUSATZVEREINBARUNG Darüber hinaus enthält die Zusatzvereinbarung die pauschalierte Förderung von Bewachungsleistungen innerhalb von Synagogen oder Einrichtungen, wie die Staatskanzlei weiter mitteilte. Pro Jahr und Einrichtung werden dafür bis zu 50.000 Euro bereitgestellt.

Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) will eine angstfreie und sichere Glaubensausübung gewährleisten.

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sagte: »Der Anschlag in Halle am 9. Oktober 2019 war eine Zäsur.«  Mit der Zusatzvereinbarung werde die angekündigte finanzielle Unterstützung für bauliche und technische Sicherungsmaßnahmen und Bewachungsmaßnahmen zugesichert.

Stahlknecht sagte: »Die Synagogen und jüdischen Gemeinderäume im Land benötigen einen besonderen Schutz, um den Gläubigen eine angstfreie und sichere Glaubensausübung zu gewährleisten.«

GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG Vor dem Hintergrund des Anschlags in Halle am 9. Oktober 2019 wurde die Polizeipräsenz vor jüdischen Einrichtungen, Synagogen und Moscheen erhöht.

Es gebe fortlaufend Gespräche mit den jüdischen Gemeinden auf Grundlage der vom LKA erstellten Gefährdungsbeurteilungen. Dabei würden individuell zugeschnittene Schutzkonzepte abgestimmt. epd

Washington D.C./New York

Bericht: Iran hat weiterhin erhebliche Raketenkapazitäten

Neue Einschätzungen der US-Geheimdienste zeichnen ein deutlich anderes Bild der militärischen Lage Irans, als es die US-Regierung öffentlich vermittelt

 13.05.2026

Harrisburg

US-Richter verlässt Demokratische Partei wegen Judenhass

David Wecht warnt zudem vor einer zunehmenden Verharmlosung antisemitischer Tendenzen im gesamten linken Spektrum

 13.05.2026

Wien

Jüdische Hochschüler können ESC nicht öffentlich übertragen

Die Studentenorganisation JöH warnt vor einer angespannten Sicherheitslage für Jüdinnen und Juden und plant eine Protest- und Solidaritätsveranstaltung

 13.05.2026

Washington D.C.

Trump droht Iran mit vollständiger Niederlage

Die Vereinigten Staaten würden den Konflikt »friedlich oder eben auf andere Weise« gewinnen, sagt der amerikanische Präsident vor seiner Abreise nach China

 13.05.2026

Barcelona

Flick distanziert sich von Yamals Palästina-Flaggen-Aktion

Jungstar Yamal sorgt meistens auf dem Platz für Aufsehen. Bei der Meisterparty des FC Barcelona setzt er nun auch abseits des Rasens ein Zeichen - ein politisches, das aber nicht allen gefällt

 13.05.2026

Berlin

Verfassungsschutz will über Antisemitismus aufklären

Wassermelone, Krake und Demo-Parolen: Der Verfassungsschutz erklärt, welche Symbole und Slogans seiner Einschätzung nach auf Extremismus und Antisemitismus hindeuten können.

 12.05.2026

Brüssel

Pride Parade nimmt Auflagen für jüdische Teilnehmer zurück

Eine Gruppe war mitgeteilt worden, ihre Mitglieder dürften weder Davidsterne noch das Wort »jüdisch« auf Bannern oder Symbolen zeigen

 12.05.2026

New York

Festnahmen bei Zusammenstößen vor Synagoge in Brooklyn

Israelfeindliche Demonstranten skandieren »Palästina gehört nur uns« und »Fuck Israel«. Es kommt zu Rangeleien mit Gegendemonstranten

 12.05.2026

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026