Meinung

Versöhnen und verprellen

Ein wenig peinlich ist es schon. Wenn Papst Benedikt XVI. am späten Freitagnachmittag in der Londoner Westminster Hall zum britischen Parlament und zu führenden Religionsvertretern spricht, werden ihm kaum jüdische Zuhörer lauschen. Nicht aus Protest bleiben sie fern und auch nicht, weil sie »verstockt« sind, wie kirchliche Schriften es »den Juden« jahrhundertelang unterstellten. Nein, am Freitagnachmittag werden sie auf dem Weg nach Hause oder in die Synagoge sein, denn kurz darauf beginnt Jom Kippur. Der Termin für die Papstansprache ist denkbar ungünstig gewählt. Der Londoner Regierung mag man das nachsehen, aber im Vatikan sollte man wissen, wann die »älteren Brüder« ihren höchsten Feiertag begehen. Pikanterweise möchte der Papst über Versöhnung sprechen. Sicher hat er dabei vor allem das Verhältnis zu den Anglikanern im Blick. Dass er dieses Thema aber ausgerechnet kurz vor dem jüdischen Versöhnungstag anschlägt, offenbart ein Verhaltensmuster: Benedikt wendet sich den einen zu und verprellt damit die anderen. Nein, ein gutes Händchen im Umgang mit der jüdischen Gemeinde hat dieser Papst wahrlich nicht.

Iran-Krieg

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Die Debatte über Vetternwirtschaft in der AfD hat erste ernste personelle Konsequenzen: Die Bundestagsfraktion hat den Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt ausgeschlossen

 03.03.2026

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Mark Rutte ist deutlich: Der Iran als »Exporteur von Chaos« bedroht laut ihm nicht nur Israel. Auch zur Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei hat er eine klare Meinung

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Nahost

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Wegen iranischer Raketen müssen zahlreiche Menschen in Israel erneut Schutz suchen. Durch herabgefallene Raketen- und Trümmerteile gibt es Schäden - und Verletzte

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Washington D.C.

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Der US-Präsident bezeichnet die Vereinbarung als »gefährlich« und verteidigt seinen Ausstieg. Das Abkommen habe Teheran einen »legitimen Weg« zur Bombe eröffnet, sagt er

 03.03.2026