Berlin

»Verlässlicher Freund der jüdischen Gemeinschaft«

Zentralratspräsident Josef Schuster (l.) und Joachim Gauck beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten 2015 Foto: Gregor Zielke

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat mit Bedauern auf die heutige Ankündigung von Bundespräsident Joachim Gauck reagiert, nicht für eine zweite Amtszeit anzutreten: »Als verlässlicher Freund der jüdischen Gemeinschaft hat sich der Bundespräsident in außerordentlichem Maße und mit hoher Sensibilität auch für unsere Belange eingesetzt.«

engagement Sein bisheriges Engagement wisse die jüdische Gemeinschaft sehr zu schätzen, sagte Schuster der Jüdischen Allgemeinen. »Daher sehen wir seinem weiteren Wirken in der verbleibenden Amtszeit mit Freude und Respekt entgegen.«

Aus Altersgründen hatte Amtsinhaber Joachim Gauck am Montag in Schloss Bellevue in Berlin seinen Verzicht auf eine zweite Amtszeit erklärt. Damit steht der 76-Jährige für eine Wiederwahl in der Bundesversammlung im Februar 2017 nicht zur Verfügung. »Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen«, sagte Gauck. Für ihn sei es eine große Ehre, der Bundesrepublik zu dienen, und er freue sich auf die nächsten Monate bis zum Ende der Amtszeit am 17. März 2017. ja/epd

Der Verfassungsrechtler Steffen Augsberg, Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU), der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker und Zentralratspräsident Josef Schuster (v.l.)

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