Berlin

»Verlässlicher Freund der jüdischen Gemeinschaft«

Zentralratspräsident Josef Schuster (l.) und Joachim Gauck beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten 2015 Foto: Gregor Zielke

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat mit Bedauern auf die heutige Ankündigung von Bundespräsident Joachim Gauck reagiert, nicht für eine zweite Amtszeit anzutreten: »Als verlässlicher Freund der jüdischen Gemeinschaft hat sich der Bundespräsident in außerordentlichem Maße und mit hoher Sensibilität auch für unsere Belange eingesetzt.«

engagement Sein bisheriges Engagement wisse die jüdische Gemeinschaft sehr zu schätzen, sagte Schuster der Jüdischen Allgemeinen. »Daher sehen wir seinem weiteren Wirken in der verbleibenden Amtszeit mit Freude und Respekt entgegen.«

Aus Altersgründen hatte Amtsinhaber Joachim Gauck am Montag in Schloss Bellevue in Berlin seinen Verzicht auf eine zweite Amtszeit erklärt. Damit steht der 76-Jährige für eine Wiederwahl in der Bundesversammlung im Februar 2017 nicht zur Verfügung. »Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen«, sagte Gauck. Für ihn sei es eine große Ehre, der Bundesrepublik zu dienen, und er freue sich auf die nächsten Monate bis zum Ende der Amtszeit am 17. März 2017. ja/epd

Interview

»Als Nichtjude etwas beitragen«

Michael Roth (SPD) über einen Pin gegen Antisemitismus, hasserfüllte Kommentare und Rückhalt

von Sophie Albers Ben Chamo  24.05.2026

Kiev

Israelischer Unternehmer klagt gegen Selenskyj

Timur Mindich reicht Klage gegen ein Präsidialdekret ein, mit dem persönliche Sanktionen gegen ihn verhängt worden waren

 21.05.2026

Sachsen-Anhalt

Szenario: Gegängelte Bildung, mehr rechte Gewalt mit AfD-Regierung

Laut Umfragen könnte die AfD im September in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen. Was das für Auswirkungen hätte, hat die Amadeu Antonio Stiftung skizziert

von Lukas Philippi  21.05.2026

Meinung

Iranischer Staatsterror: Zeit zu handeln, Herr Bundeskanzler!

Die Islamische Revolutionsgarde des Iran wollte den Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft zufolge Josef Schuster und Volker Beck ermorden lassen. Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben

von Michael Thaidigsmann  21.05.2026

Berlin

Zentralrat der Juden distanziert sich von Itamar Ben-Gvir

Ein Video des rechtsextremen israelischen Ministers sorgt weltweit für Empörung. Auch die Vertretung der Juden in Deutschland äußert sich

 21.05.2026

Hamburg

Teheraner Regime soll Ermordung von Josef Schuster geplant haben

Das iranische Mord-Komplott richtete sich auch gegen den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck

 21.05.2026 Aktualisiert

Berlin

Zentralrat startet Initiative gegen Antisemitismus im Fußball

Slogans wie »Aus Liebe zum Spiel. Gegen Antisemitismus« sowie »Mitfiebern. Gegen Antisemitismus« sollen zum DFB-Pokalfinale auf digitalen Werbetafeln zu sehen sein

 21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Nahost

Strategische Oberhand

War der Krieg gegen das iranische Regime ein Fehlschlag? Eine Analyse

von Michael Wolffsohn  21.05.2026