Hamburg

Verfassungsschutz: Zahl der Islamisten gestiegen

Islamistische Pro-Kalifat-Demo in Hamburg Foto: picture alliance/dpa

Die islamistische Szene in Hamburg wächst. Laut Verfassungsschutzbericht 2023 ist die Gesamtzahl der Islamisten um 85 auf 1.840 Personen gestiegen, darunter 450 Salafisten und 205 Jihadisten. 83 Prozent der Islamisten in Hamburg gelten als gewaltorientiert. Innensenator Andy Grote (SPD) und der Leiter des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV), Torsten Voß, stellten den Bericht am Montag vor, wie Innenbehörde und LfV mitteilten.

Von den 1.060 Linksextremisten in Hamburg (2022: 1.130) gelten den Angaben zufolge 76 Prozent als gewaltorientiert. Die Zahl der linksextremistischen Straftaten im vergangenen Jahr wird mit 137 beziffert, 2022 waren es 80. Wie bereits 2022 handelte es sich in 23 Fällen um linksextremistische Gewaltdelikte.

Der rechtsextremistischen Szene rechnet der Verfassungsschutz 380 Personen zu, zehn mehr als im Vorjahr. 39 Prozent von ihnen gelten aktuell als gewaltbereit. Die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten stieg 2023 gegenüber 2022 um 232 auf 716 Fälle.

Verzeichnet wurden 55 rechtsextremistische Gewaltdelikte, 2022 waren es 56.

Innenbehörde und Verfassungsschutz führten die gestiegene Islamisten-Zahl auf weitere Dunkelfeld-Aufklärung sowie Zuwächse bei einzelnen islamistischen Gruppierungen zurück, unter anderem bei der Hizb ut-Tahrir (HuT) und der Furkan-Gemeinschaft. Zu den jüngsten islamistischen Aktivitäten hätten die Demonstrationen im April und Mai in St. Georg gezählt, die von der gesichert extremistischen Gruppierung »Muslim Interaktiv« organisiert wurden. epd

Shelly Meyer

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