Walter Bingham

Verdienstorden für Schoa-Überlebenden

Walter Bingham Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Der Holocaust-Überlebende und Journalist Walter Bingham aus Israel ist mit dem brandenburgischen Verdienstorden geehrt worden. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verlieh dem 99-Jährigen die Auszeichnung für sein Engagement als Zeitzeuge am Montag in Potsdam, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Bingham besucht den Angaben zufolge derzeit Brandenburg, um an verschiedenen Schulen Gespräche mit Schülerinnen und Schüler zu führen.

Wichtiger Baustein Woidke betonte, für junge Menschen seien Gespräche mit Zeitzeugen bei der Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen kaum ersetzbar. »Wenn wir verhindern wollen, dass das Leid des Holocausts und die Schrecken des Zweiten Weltkriegs jemals wieder geschehen können, dann sind Gespräche mit Zeitzeugen wie Walter Bingham ein ganz wichtiger Baustein«, erklärte er.

Walter Bingham gilt den Angaben zufolge als der älteste noch arbeitende Journalist der Welt. Er wurde 1924 in Karlsruhe geboren. Kurz vor Kriegsbeginn kam er den Angaben zufolge nach England und diente bereits als 18-Jähriger in der britischen Armee.

Er habe aktiv daran mitgewirkt, Deutschland von der Herrschaft der Nationalsozialisten zu befreien, hieß es. Nach dem Krieg studierte er Politikwissenschaft, wurde Journalist beim Radio und bei Zeitungen. Im Jahr 2004 wanderte er nach Israel aus. Dort arbeitet er heute weiterhin als Journalist. epd

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Berlin

Söder warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linkspartei

Nach der Wahl in Berlin mit dem Sieg der Linkspartei ist noch immer unklar, wer künftig regieren wird. Der CSU-Chef hat eine klare Erwartung für den Umgang mit dem Wahlsieger

 25.09.2026

Kassel/Heidenau

Stadt stoppt Stolpersteine – Künstler: War zu erwarten

Der Stadtrat von Heidenau bei Dresden lässt keine neuen Stolpersteine im Straßenraum zu. Der Initiator der Gedenksteine, Gunter Demnig, warnt vor Unsichtbarkeit der NS-Opfer und will weitermachen

 25.09.2026

Berlin

Schuster: Seit Hamas-Angriff kaum Kontakte zu muslimischen Verbänden

Er hat muslimische Freunde. Doch offizielle Beziehungen zwischen der jüdischen Gemeinde und muslimischen Verbänden gibt es kaum noch. Der Zentralratspräsident kritisiert dies und hofft auf Besserung

 25.09.2026

USA

Rennpferd muss wegen Hitler-Bezug umbenannt werden

Der Jockey Club erhält eine formale Beschwerde, woraufhin der Name des Tieres verboten wird. Wie hieß das Pferd? Und wie heißt es jetzt?

 25.09.2026

New York

Susan Sarandon bei Demo gegen Israel festgenommen

Zwei Proteste gegen Israel fanden während der Rede von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UNO statt. Bei einer davon wurde zum Mord an ihm aufgerufen

 25.09.2026

New York

Netanjahu vor der UNO: »Israel hat keinen anderen Weg als zu gewinnen«

Der israelische Ministerpräsident spricht über Iran, Katar, die Türkei. Er konfrontiert Kritiker seines Landes, inklusive Bürgermeister Zohran Mamdani

 25.09.2026

Berlin

Berliner Linken-Chefin: »sehr überrascht« über Kritik

Seit der Berlin-Wahl am Sonntag wird bundesweit heftig über Antisemitismus bei der Linkspartei diskutiert. Sieht die Landesvorsitzende Kerstin Wolter ein strukturelles Problem in ihrer Partei?

 25.09.2026

Nach der Wahl

Berliner SPD will mit Linken und CDU sondieren

Die Sozialdemokraten wollen mit dem Wahlsieger Linke und der CDU über eine mögliche Regierungsbildung sprechen. Parteichef Krach nennt eine »rote Linie«

 25.09.2026