Messenger-Dienste

Uwe Becker: Telegram aus App-Stores nehmen

Uwe Becker, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Antisemitismusbeauftragter in Hessen Foto: picture alliance/dpa

Hessens Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker fordert die Tech-Giganten Apple und Google zu schärferen Kontrollen auf. »Wenn Messenger-Dienste wie Telegram nicht ausreichend gegen die auf ihnen verbreitete Hetze vorgehen, sollten Apple, Google und Co. sie aus ihren App-Stores nehmen«, sagte Becker am Mittwoch in Wiesbaden. Dies verhindere zwar nicht die Nutzung von Telegram, schränke aber die Verbreitung ein und sende ein klares Signal. Auf Telegram vernetzen sich Medienberichten zufolge unter anderen radikale Corona-Leugner.

VERANTWORTUNG Becker betonte, dass Betreiber von Download-Plattformen in der Verantwortung stünden, wenn dort Messenger-Dienste angeboten werden, »über die täglich ein regelrechter Sturm an Hass und Hetze Verbreitung findet«. Allerdings liege es zuvor natürlich an den Messenger-Diensten, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und für eine bessere Kontrolle ihrer Dienste zu sorgen, betonte der Beauftragte der hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus.

Becker wies darauf hin, dass Apple und Google bereits in der Vergangenheit Anwendungen wie etwa Parler von ihren App-Plattformen genommen hätten. Der Grund: Parler habe beim Sturm auf das Kapitol in Washington D.C. eine Rolle in der Kommunikation gespielt. kna

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 02.11.2026

Berlin

SPD nominiert Michel Friedman für Bundesversammlung

Der Publizist darf damit über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier abstimmen

 02.11.2026

Frankfurt am Main

»Zeit ist’s!«

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach zur Eröffnung der Jüdischen Akademie in der Mainmetropole. Wir dokumentieren seine Rede

von Frank-Walter Steinmeier  02.11.2026

Berlin

Koalitionsverhandlungen für Rot-Grün-Rot beginnen

Sechs Wochen nach der Wahl starten Linke, Grüne und SPD in Berlin ihre Koalitionsverhandlungen. Viele Fragen sind noch offen – und Scheitern ist jederzeit möglich.

 02.11.2026

Jugendproteste

Prien: Bei Krawallen nach »Gen Z«-Protesten die Realität betrachten

Die Jugendministerin Prien spricht von »weitestgehend friedlichen Demonstrationen« am Samstag. Was danach geschah, nennt sie »Gewaltexzesse von linksradikalen Gruppen«. Es seien wohl auch Menschen »aus migrantischen Milieus« beteiligt gewesen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Endlich nimmt ein Verwaltungsgericht die Einschüchterung jüdischer Studierender ernst

Ein Kommentar

von Annabelle Ganapol  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Robert F. Kennedy Jr. spricht an einem Rednerpult vor einer Wand mit dem Schriftzug MAHA

USA

Kennedy verteidigt Rede über Araber und lobt Juden

Der US-Gesundheitsminister weist Rassismusvorwürfe zurück und fragt, warum die Welt Juden hasse und Islamisten umarme

 01.11.2026