Messenger-Dienste

Uwe Becker: Telegram aus App-Stores nehmen

Uwe Becker, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Antisemitismusbeauftragter in Hessen Foto: picture alliance/dpa

Hessens Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker fordert die Tech-Giganten Apple und Google zu schärferen Kontrollen auf. »Wenn Messenger-Dienste wie Telegram nicht ausreichend gegen die auf ihnen verbreitete Hetze vorgehen, sollten Apple, Google und Co. sie aus ihren App-Stores nehmen«, sagte Becker am Mittwoch in Wiesbaden. Dies verhindere zwar nicht die Nutzung von Telegram, schränke aber die Verbreitung ein und sende ein klares Signal. Auf Telegram vernetzen sich Medienberichten zufolge unter anderen radikale Corona-Leugner.

VERANTWORTUNG Becker betonte, dass Betreiber von Download-Plattformen in der Verantwortung stünden, wenn dort Messenger-Dienste angeboten werden, »über die täglich ein regelrechter Sturm an Hass und Hetze Verbreitung findet«. Allerdings liege es zuvor natürlich an den Messenger-Diensten, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und für eine bessere Kontrolle ihrer Dienste zu sorgen, betonte der Beauftragte der hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus.

Becker wies darauf hin, dass Apple und Google bereits in der Vergangenheit Anwendungen wie etwa Parler von ihren App-Plattformen genommen hätten. Der Grund: Parler habe beim Sturm auf das Kapitol in Washington D.C. eine Rolle in der Kommunikation gespielt. kna

Leipzig

Extremismusverdacht gegen sächsische Beamtin und BSW-Mitarbeiterin

Die Landesdirektion will die Vorwürfe im Fall ihrer hochrangigen Mitarbeiterin prüfen. »Gegebenenfalls werden weitere Schritte eingeleitet«, sagt ein Sprecher

 23.01.2026

Stuttgart

Holocaust-Überlebende kritisiert ARD-Spitze

Eva Umlauf bezeichnet den Umgang mit dem Film »Führer und Verführer« als »Skandal und Schande«. Programmdirektorin Christine Strobl reagiert

 23.01.2026 Aktualisiert

Saarland

Religiöses Bündnis will Gottesbezug in Saar-Verfassung

Beteiligt ist auch die Synagogengemeinde Saar

 23.01.2026

Teheran

Aktivisten verifizieren 5000 Tote bei Irans Massenprotesten

Aktivisten arbeiten weiter daran, die zahlreichen Angaben zu Todesopfern der Proteste zu überprüfen. Derweil dementiert das Regime Statements von US-Präsdident Trump, wonach Irans Justiz Hinrichtungen von Demonstranten stoppte

 23.01.2026

Justiz

Ehemaliger Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin verurteilt

Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte den Angeklagten wegen eines sexuellen Übergriffs und sexueller Nötigung zu 10 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung

 23.01.2026

Medien

Sophie von der Tann für Grimme-Preis nominiert

Die ebenso umstrittene wie vielfach kritisierte ARD-Journalistin Sophie von der Tann führt die Liste der Nominierungen für den Grimme-Preis an

von Jana Ballweber  23.01.2026 Aktualisiert

Vetschau/Spreewald

Sellner-Vortrag in Brandenburg trotz Ärger in AfD

Ein Autohaus an der Autobahn mit Medienauflauf: Der österreichische Rechtsextremist hält einen Vortrag über Remigration. Nach Knatsch in der AfD ist die Landtagsabgeordnete Kotré nur Gast statt Gastgeberin

von Marc-Oliver von Riegen  23.01.2026

Davos/Washington D.C.

Trump: Marine-Armada nähert sich dem Iran

»Wir haben viele Schiffe, die in diese Richtung fahren, nur für den Fall«, sagt der Präsident

 23.01.2026

Davos

Kushner präsentiert 25-Milliarden-Dollar-Plan für Gaza

Laut dem Sondergesandten und Schwiegersohn des US-Präsidenten soll der Küstenstreifen bis 2035 ein Wirtschaftszentrum werden

 23.01.2026