Messenger-Dienste

Uwe Becker: Telegram aus App-Stores nehmen

Uwe Becker, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Antisemitismusbeauftragter in Hessen Foto: picture alliance/dpa

Hessens Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker fordert die Tech-Giganten Apple und Google zu schärferen Kontrollen auf. »Wenn Messenger-Dienste wie Telegram nicht ausreichend gegen die auf ihnen verbreitete Hetze vorgehen, sollten Apple, Google und Co. sie aus ihren App-Stores nehmen«, sagte Becker am Mittwoch in Wiesbaden. Dies verhindere zwar nicht die Nutzung von Telegram, schränke aber die Verbreitung ein und sende ein klares Signal. Auf Telegram vernetzen sich Medienberichten zufolge unter anderen radikale Corona-Leugner.

VERANTWORTUNG Becker betonte, dass Betreiber von Download-Plattformen in der Verantwortung stünden, wenn dort Messenger-Dienste angeboten werden, »über die täglich ein regelrechter Sturm an Hass und Hetze Verbreitung findet«. Allerdings liege es zuvor natürlich an den Messenger-Diensten, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und für eine bessere Kontrolle ihrer Dienste zu sorgen, betonte der Beauftragte der hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus.

Becker wies darauf hin, dass Apple und Google bereits in der Vergangenheit Anwendungen wie etwa Parler von ihren App-Plattformen genommen hätten. Der Grund: Parler habe beim Sturm auf das Kapitol in Washington D.C. eine Rolle in der Kommunikation gespielt. kna

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