Live-Chat

Unterstützung bei antisemitischen Anfeindungen

Foto: imago images / onw-images

Ein neuer Live-Chat will Kindern und Jugendlichen helfen, die im Internet antisemitisch angefeindet werden. Dazu soll das Onlineportal »Be’Jachad-Gemeinsam.Gegen.Hass« eine erste Anlaufstelle sein, bei der Betroffene Hilfe im Umgang mit Antisemitismus erhalten können, wie das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) als Träger des Modellprojekts am Dienstag mitteilte.

Anonymität Um die Zielgruppe online zu erreichen, biete »Be’Jachad« einen Live-Chat als direkten, anonymen Kontaktkanal. Ein Chat ermögliche unmittelbare, präzise Reaktionen, sagte Projektleiter Tobias Rosin.

Was sonst einen langen E-Mail-Verkehr erfordere, könne jetzt oftmals in einer Chat-Session gelöst werden. »Es kann eine traumatische Erfahrung für eine junge Person sein, die auf der Suche nach Unterstützung ihren Mut zusammennimmt, um ihre Geschichte zu erzählen - und dann erst mal keine direkte Rückmeldung erhält. Der Chat ermöglicht uns, sofort zu reagieren«, so Rosin.

Was sonst einen langen E-Mail-Verkehr erfordert, kann jetzt oftmals in einer Chat-Session gelöst werden.

Hilfe Gefördert wird »Be’Jachad« vom Bundesfamilienministerium und »Demokratie leben«. Neben der anonymen Beratung könnten Betroffene mit Hilfe professioneller mediengestalterischer Anleitung des Projektteams Videoclips drehen oder ihre Erlebnisse in Artikeln oder musikalischen Darstellungsformen wie Gesang oder HipHop thematisieren und mit Hilfe der Internetplattform mit anderen Jugendlichen diskutieren, hieß es.

Dabei könnten sie sich mit bekannten Persönlichkeiten aus der Jugend- und Kulturszene wie Musikern und Schauspieler unterstützen lassen. epd

9. Oktober 2019

Gedenken zum Jahrestag des Anschlags von Halle

Der antisemitische Anschlag von Halle jährt sich am Freitag zum siebenten Mal. Die jüdische Gemeinde, Kirchen, Stadt und zivilgesellschaftliche Gruppen planen Gedenkveranstaltungen auch an den Anschlagsorten

 08.10.2026

7. Oktober

Steinmeier: Antisemitische Hetze unerträglich aufgeflammt

Der schlimmste Anschlag auf Jüdinnen und Juden seit der Schoa: Der Bundespräsident verurteilt den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023. Und blickt auch auf die Lage im Gazastreifen

 08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Berlin

Michael Roth nennt Linkspartei »in weiten Teilen lost«

Der Sozialdemokrat geht auch mit seiner eigenen Partei ins Gericht und warnt vor einem deutlich verschlechterten Verhältnis der Deutschen zu Israel

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

Kommentar

Echter Schutz für Juden in Deutschland – ohne Sonderrecht 

Unsere Autorin ordnet die aktuelle Debatte um die Gesetzesentwürfe zum Schutz jüdischen Lebens in Deutschland ein

von Annabelle Ganapol  08.10.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD einigen sich auf Sondierungsgespräche

Beim Streit um antisemitische Ausfälle von Abgeordneten soll es eine Einigung gegeben haben

 08.10.2026 Aktualisiert

Ausgerechnet am 7. Oktober

Greta Thunberg marschiert mit Terror-Unterstützern und Israelfeinden

Drei Jahre nach den Massakern der Hamas gab es in Berlin israelfeindliche Proteste. Mit dabei: die einstige Klima-Ikone Greta Thunberg

 07.10.2026

Berlin

Kerzen, Gebete und Warnungen - und Gedenken an Terroropfer

Der 7. Oktober 2023 hat sich eingebrannt in das Gedächtnis - nicht nur bei Opfern und Angehörigen des islamistischen Terrorangriffs auf Israel. Zum Jahrestag gibt es besorgte Warnungen

 08.10.2026 Aktualisiert