Meinung

Unsere Promis

Die gute Nachricht für alle jüdischen Namedropper: Chelsea Clinton hat vergangenes Wochenende einen Sohn Israels geheiratet – den Investmentbanker Marc Mezvinsky. Die schlechte Nachricht lautet: Zum Judentum konvertiert ist die Tochter des Expräsidenten und der aktuellen Außenministerin der USA nicht. Der Rabbi, der bei der Trauung den Segen sprach, musste sich die Ehre mit einem methodistischen Pastor teilen. Macht nichts. Wenn es um das Reklamieren von Promis für den eigenen Stamm geht, sind der jüdischen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Angelina Jolie ist auch keine Jüdin, aber der Gynäkologe, der 2008 ihre Zwillinge zur Welt brachte, hieß Dr. Sussman, was viele jüdische Medien damals mit großem Stolz vermeldet haben. So betrachtet ist Chelsea – Methodistin hin oder her – eine von uns. Zumal wir aktuell dringenden Promi-Ersatz-Bedarf haben. Eine von Amerikas bekanntesten jüdischen Persönlichkeiten, der Serienmörder David Berkowitz, alias »Son of Sam«, hat sich neulich im Knast taufen lassen.

New York

Rebeca Grynspan baut Vorsprung im Rennen um UN-Spitze aus

In einer vierten informellen Abstimmung des Sicherheitsrats erhielt sie zehn Stimmen. Was das bedeutet

 30.09.2026

Moskau

In Putins Falle: US-Reporter Evan Gershkovich erzählt seine Story

Vor gut zwei Jahren kam der als »Spion« gefasste jüdische US-Journalist bei einem großen Gefangenen-Austausch frei. Nun erzählt er in einem Buch, wie er Putins Agenten in die Falle ging

von Ulf Mauder  30.09.2026

New York

Mamdani legt Antisemitismus-Plan vor, jüdische Organisationen üben scharfe Kritik

Das Konzept des Bürgermeisters blende den Zusammenhang zwischen der Gewalt gegen Juden in New York und antiisraelischer Propaganda bewusst aus, sagt einer der Kritiker

 30.09.2026

Berlin

Linke geht rechtlich gegen weitere Politiker vor

Die Berliner Linkspartei sieht sich nach der gewonnenen Wahl mit Vorwürfen des Antisemitismus und der Nähe zu kriminellen Clans konfrontiert. Sie wehrt sich politisch - und auch juristisch

 30.09.2026

Kiew

85. Jahrestag: Selenskyj gedenkt ermordeter Kyjiwer Juden

Vor 85 Jahren besetzten deutsche Truppen die heutige ukrainische Hauptstadt. Sie ermordeten zehntausende Menschen. Präsident Selenskyj stellt bei einer Gedenkfeier den Bezug zur Gegenwart her

 30.09.2026

Erfurt

Kerkeling und Maaßen bei erster Anhörung zu AfD-Verbot dabei

Thüringens AfD mit Björn Höcke an der Spitze gilt als besonders radikal. Ist das der Grund, warum erstmals ein Landesparlament Juristen und einen Promi zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren anhört?

von Simone Rothe  30.09.2026

Luftfahrt

Passagierflugzeug setzt auf Weg nach Tel Aviv Notrufsignal ab: Was geschah an Bord?

Der Notfallcode »7500« wurde registriert, der auch bei Flugzeugentführungen gesendet wird. Der Vorfall löste einen israelischen Abfangalarm aus

von Imanuel Marcus  30.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Antisemitische Vorfälle mit islamistischem Hintergrund oft mit Gewalt

Eine neue Analyse von RIAS zeichnet ein alarmierendes Bild

 30.09.2026

Babyn Jar

Sie alle hatten einen Namen

In der Schlucht bei Kyjiw ermordeten deutsche Täter am 29. und 30. September 1941 innerhalb von zwei Tagen rund 34.000 Jüdinnen und Juden

von Andreas Albrecht  29.09.2026