Berlin

»Unnötig, falsch und einseitig«

Als »unnötig, falsch und einseitig« hat die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) die jüngste Erklärung der Außenminister von Deutschland, Frankreich, Ägypten und Jordanien bezeichnet. Nach einer gemeinsamen Videokonferenz hatten am Dienstag Bundesaußenminister Heiko Maas und seine Amtskollegen Israels Annexionspläne als völkerrechtswidrig kritisiert.

»Statt Israel mit der Verschlechterung der Beziehungen zu drohen, sollte endlich der Druck auf die palästinensische Seite erhöht werden, um diese an den Verhandlungstisch zu bringen«, betonte DIG-Präsident Uwe Becker in einer am Mittwoch verbreiteten Stellungnahme.

»Diese Erklärung ist an Einseitigkeit nicht zu überbieten, und ich empfinde es als schlimm, dass Deutschland unter dieser Erklärung steht«, betont DIG-Präsident Uwe Becker.

Er empfinde es als völlig inakzeptabel, wenn Israel ganz offen mit Konsequenzen für das Verhältnis zum jüdischen Staat gedroht werde, während mit keiner Silbe die palästinensische Seite aufgefordert werde, endlich mit eigenen Vorschlägen für den weiteren Friedensprozess an den Verhandlungstisch zu kommen.

»Diese Erklärung ist an Einseitigkeit nicht zu überbieten, und ich empfinde es als schlimm, dass Deutschland unter dieser Erklärung steht.« Für den Beginn der deutschen Ratspräsidentschaft wäre eine vermittelnde Erklärung besser gewesen als dieser einseitige Fingerzeig gegenüber Israel, so Becker. ja

Kommentar

Die Hinrichtungen gehen weiter

Nach der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung im Januar setzt das Regime die Exekutionen vor den Augen der Welt fort

von Nila Mozafari  30.07.2026

Hannover

Mehrere AfD-Bewerber von Kommunalwahl ausgeschlossen

Bis Mittwoch mussten Niedersachsens Wahlausschüsse über alle Kandidaturen für die Kommunalwahl entscheiden. Mehrere Politiker der rechtsextremistischen Partei dürfen wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht antreten

 30.07.2026

Berlin

Mitarbeiter und Gäste des Kulturschiffs MS Goldberg antisemitisch beschimpft

Der Mann fuhr mit seinem Boot neben dem Kulturschiff und pöbelte dabei. Später soll er noch Beleidigungen per Email und via Facebook verschickt haben

 30.07.2026

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026 Aktualisiert

Berlin

Tödliche Ignoranz

Der Attentäter vom Christopher Street Day war Islamist. Doch manchen fällt es schwer, die Hintergründe der Mordtat konkret zu benennen. Sie kennen nur Reflexe

von Ralf Balke  30.07.2026

Berlin

Breites Bündnis fordert Klartext beim Thema Islamismus

Die meisten Muslime in Deutschland lehnten islamistische Ideologien ab. Gerade deshalb müssten sie ihnen »innerhalb der eigenen Gemeinschaft entschlossen entgegenzutreten«, heißt es in einem von 23 Organisationen unterzeichneten Aufruf

 30.07.2026

Interlochen (Michigan)

Neue Missbrauchsvorwürfe gegen Jeffrey Epstein im Umfeld einer US-Kunstschule

Zwei ehemalige Schülerinnen schilderten grenzüberschreitendes sexuelles Verhalten des Finanzinvestors

 30.07.2026

Berlin

Nach CSD-Anschlag: Technoparade »Zug der Liebe« abgesagt

Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days wird die Technoparade »Zug der Liebe« abgesagt. Die Ereignisse hätten die Lage »drastisch verändert«, so die Veranstalter

 30.07.2026

Berlin

Früherer Verfassungsrichter gegen AfD-Verbotsverfahren

Die AfD könnte bei der Wahl in Sachsen-Anhalt womöglich eine absolute Mehrheit erreichen. Hans-Jürgen Papier ist aber gegen ein Verbotsverfahren

 30.07.2026