EILMELDUNG! Nach Angriff Israels auf Iran: Sicherheitsbehörden verstärken Schutz für jüdische Einrichtungen

Paris

UNESCO und WJC warnen vor KI-generierter Holocaust-Leugnung

UNESCO-Direktorin Audrey Azoulay Foto: picture alliance / Sipa USA

Die UN-Kulturorganisation UNESCO hat vor einer von Künstlicher Intelligenz (KI) generierten Holocaust-Leugnung und Verfälschung der Geschichte gewarnt. Wenn nicht ethische Grundsätze zur Anwendung von Künstlicher Intelligenz international durchgesetzt würden, wie sie die UNESCO bereits erarbeitet habe, könnten die historische Darstellung des Holocausts verfälscht und Antisemitismus geschürt werden, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht, der in Kooperation mit dem Jüdischen Weltkongresses erstellt wurde.

Generative KI – wie sie etwa beim Chatbot ChatGPT zum Einsatz kommt – stütze sich auf Daten aus dem Internet, die auch irreführende Inhalte sowie menschliche Voreingenommenheit enthielten. Dadurch könnten Informationen über bestimmte Ereignisse falsch dargestellt und Vorurteile verstärkt werden, so der Bericht. Aufgrund mangelnder Überwachung und Moderation durch KI-Entwickler könnten generative KI-Tools auch auf Grundlage von Daten von Holocaust-Leugner-Websites trainiert werden.

Böswillige Akteure

Außerdem versetze KI böswillige Akteure in die Lage, Inhalte wie etwa Zeugenaussagen und historische Aufzeichnungen zum Holocaust zu verfälschen. Mit generativer KI erstellte gefälschte Bilder und Audioinhalte seien besonders für junge Menschen überzeugend, die ihnen auf Social-Media-Plattformen begegnen könnten. Generative KI-Modelle neigten außerdem dazu, Ereignisse und sogar historische Phänomene zu erfinden, wenn sie keinen Zugang zu ausreichenden Daten hätten.

»Wenn wir zulassen, dass die schrecklichen Fakten des Holocaust durch den unverantwortlichen Einsatz von KI verwässert, verzerrt oder verfälscht werden, riskieren wir die explosionsartige Ausbreitung von Antisemitismus und die allmähliche Verschlechterung unseres Verständnisses für die Ursachen und Folgen dieser Gräueltaten«, sagte UNESCO-Generaldirektorin Audrey Azoulay. Die Umsetzung der UNESCO-Empfehlungen zur Ethik der künstlichen Intelligenz sei dringend erforderlich, damit die jüngere Generation mit Fakten und nicht mit Fälschungen aufwachse. dpa

Deutschland

Behörden verstärken Schutz von jüdischen und israelischen Einrichtungen

Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf den Iran reagieren die Behörden auf die erhöhte Sicherheitslage

 28.02.2026 Aktualisiert

Standpunkt

Braucht es ein Verbot?

Warum gerade Juden einen Social-Media-Stopp für Jugendliche unter 16 Jahren unterstützen sollten

von Daniel Neumann  27.02.2026

Meinung

Kein Geld mehr für die UNRWA

Die CDU hat auf ihrem Bundesparteitag einen Stopp deutscher Zahlungen an das Flüchtlingshilfswerk für die Palästinenser gefordert. Warum der Beschluss richtig ist

von Michael Thaidigsmann  27.02.2026

Meinung

Olympia: Mehr als ein Regelbruch

Das israelische Bobteam wurde disqualifiziert – doch dahinter steht eine Geschichte von Loyalität, Koexistenz und Mut

von Sabine Brandes  27.02.2026

Essay

Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...

Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand

von Serdar Somuncu  27.02.2026

Analyse

Hamas-naher Verein organisiert pro-palästinensische Demos

Anadolu Gençlik Derneği gibt sich in Deutschland betont moderat, doch die Mutterorganisation in der Türkei zeigt ihre Terrorverbindungen offen

 27.02.2026

Washington D.C.

Ex-Präsident Clinton sagt vor US-Kongress zu Epstein aus

Erst Ex-Außenministerin Hillary Clinton, nun ihr Mann, Bill Clinton: Erstmals seit mehr als 40 Jahren sagt heute ein Ex-Präsident vor dem US-Kongress aus

 27.02.2026

Ehrung

Bundesverdienstkreuz für Holocaust-Überlebende Renate Aris

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer überreicht am Dienstag mehrere Bundesverdienstkreuze. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste deutsche Anerkennung für Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen

 27.02.2026

Schmähplastik

Straßburg bestätigt deutsche Urteile: Wittenberger »Judensau« bleibt

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärt die Eingabe eines jüdischen Rentners für unzulässig. Die Entscheidung ist endgültig

 27.02.2026