Berlin

»Über Jahrzehnte die Geschichte Deutschlands geprägt«

Hans-Dietrich Genscher (1927–2016) Foto: dpa

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit großer Betroffenheit auf den Tod von Hans-Dietrich Genscher reagiert. Zentralratspräsident Josef Schuster sagte: »Mit Hans-Dietrich Genscher geht ein großer Staatsmann von uns, der über Jahrzehnte hinweg die Geschichte Deutschlands geprägt hat. Als Außenminister war er maßgeblich an der europäischen Einigung und der deutschen Wiedervereinigung beteiligt. Die deutsche Einheit legte den Grundstein für die jüdische Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion, die unsere Gemeinden wieder hat aufblühen lassen. Unser aufrichtiges Beileid und unser tiefes Mitgefühl gelten seiner Frau und seiner Familie.«

amtszeit Der FDP-Politiker Genscher war in der Nacht zum Freitag im Alter von 89 Jahren an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben. Er war von 1974 bis 1992 Bundesaußenminister und Vizekanzler. In seine Amtszeit fielen der Fall der Mauer, die Zwei-plus-Vier-Gespräche, der deutsch-polnische Grenzvertrag sowie der deutsch-sowjetische Kooperationsvertrag. Besonders in Erinnerung ist sein Auftritt in der Prager Botschaft am 30. September 1989, bei dem er DDR-Flüchtlingen mitteilte, dass sie in die Bundesrepublik ausreisen dürfen. ja (mit epd)

Debatte

Berliner CDU bietet Sondierungen an: Grüne und SPD lehnen ab

Die Hintergründe

 03.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Nahost

Trump will Milliardenhilfen an Israel einstellen

Seit Jahren unterstützen die USA Israel mit Milliarden an Dollar Militärhilfe. Das soll sich nach Worten von US-Präsident Trump ändern. Die Idee soll dabei nicht von ihm gekommen sein

 03.11.2026

Sachsen

Chemnitz und Zwickau gedenken der Opfer des NSU

Der »Nationalsozialistische Untergrund« ermordete zehn Menschen aus rassistischen und rechtsextremistischen Motiven. Die Terrorzelle lebte in Chemnitz und Zwickau im Untergrund. 2011 flog sie auf

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Meinung

Junge Jüdinnen und Juden stehen vor einem Dilemma

Wir sind genauso von den steigenden Preisen, der Wehrplichtdebatte und der Klimakrise betroffen, wie die Demonstranten vom Wochenende. Aber wir können und werden uns nicht mit Leuten gemein machen, die den Hass auf uns und auf Israel schüren

von Tim Kurockin  03.11.2026

Serbien

Botschafts-Attentäter plante auch Anschlag auf Jüdisches Museum in München

Dario N. wurde Ende Oktober bei einem Angriff auf die israelische Botschaft in Belgrad erschossen. Nur drei Monate zuvor war er aus Deutschland abgeschoben worden

 03.11.2026

Iran

Mullah-Regime richtet zwei Demonstranten hin

Die Männer hatten Anfang des Jahres an den blutig niedergeschlagenen Protesten teilgenommen

 03.11.2026

Midterm-Wahlen

Wird US-Präsident Trump zur lahmen Ente?

Für Donald Trump wird es eine Schicksalswahl: Heute wählt Amerika einen neuen Kongress. Sollten die Demokraten gewinnen, könnte Trump nur noch per Dekret regieren

 03.11.2026