Social Media

Twitter will gegen Verschwörungstheoretiker vorgehen

Foto: dpa

Twitter will auf seiner Plattform verstärkt gegen Verschwörungstheoretiker vorgehen. Es gehe um Inhalte und Accounts in Zusammenhang mit der sogenannten »QAnon«-Bewegung, die unter anderem bei ultrarechten Anhängern von US-Präsident Donald Trump verbreitet wird, teilte Twitter mit.

»QAnon«-Anhänger verbreiten abstruse und unbelegte Theorien, wie etwa dass Trump im Verborgenen gegen eine Elite innerhalb des Staatsapparats und einen Kindesmissbrauchsring satanischer Pädophiler und Kannibalen ankämpft. Seit mehr als zwei Jahren berufen sie sich dabei auf Hinweise eines Nutzers namens »Q«, der angeblich ein ranghoher Informant aus der US-Regierung ist.

Aus einer dunklen Ecke des Internets hat es diese Verschwörungstheorie in den politischen Diskurs geschafft, auch weil Trump solche Inhalte teilte. Auf seinen Wahlkampf-Kundgebungen sieht man immer wieder Teilnehmer mit »QAnon«-Plakaten.

Twitter kündigte an, Accounts mit »QAnon«-Inhalten zu blockieren und das Teilen von Links zu solchen Seiten zu verhindern. Außerdem sollen solche Beiträge auf Twitter nicht mehr empfohlen werden. dpa

Berlin

Merz lehnt Apartheid-Vergleich von Israel entschieden ab

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Israel mit einem Apartheid-System verglichen. Merz widerspricht sehr deutlich

 18.06.2026

Washington

US-Vize Vance verbittet sich israelische Kritik an Trump

Aus der israelischen Regierung wird Kritik laut – nicht nur am Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, sondern auch an Präsident Trump. Dessen Vize kann mit damit allerdings gar nichts anfangen

 18.06.2026

Kommentar

Nimm die Wahrheit an, von wem auch immer sie gesagt wurde

Bisweilen wirkt die Debatte um KI-generierte Texte absurd. Denn die Qualität eines Arguments sollte entscheidender sein als sein Urheber

von Leeor Engländer  18.06.2026

Meinung

Wie Höcke die AfD zur Abrissbirne der Demokratie machen will

Die jüngsten Aussagen des Thüringer AfD-Chefs zeigen einmal mehr, wes Geistes Kind Björn Höcke ist und was er mit Deutschland vorhat: nichts Gutes

von Michael Thaidigsmann  18.06.2026

Wirtschaft

Weiter wenig Schiffsverkehr durch Straße von Hormus

Vor dem Krieg passierten täglich Hunderte Schiffe die Meerenge. Dann kam der Verkehr weitgehend zum Erliegen, weil der Iran Reedern drohte. Kommt nach der Einigung mit den USA ein Aufschwung?

 18.06.2026

Interview

»Die Anständigen sind zu leise«

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) über Antisemitismus, wachsende Zustimmung zur AfD und die Rolle sozialer Medien

von Michael Thaidigsmann  18.06.2026

Diplomatie

Israel bricht Beziehungen zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab

Außenminister Gideon Sa’ar will mit Kaja Kallas so lange nicht mehr reden, bis sie sich für ihren Vorwurf, Israel praktiziere Apartheid, entschuldigt

von Michael Thaidigsmann  18.06.2026

Bremen

Acht Meter breite Parolen an Schulen gesprüht

Unbekannte haben zwei Schulzentren im Bremer Stadtteil Walle mit großflächigen Farbschmierereien beschädigt. Sie schrieben unter anderem »FCK ISRAEL« und »Free Palestine«

 18.06.2026

Rias-Antisemitismusbericht

Bitterer Alltag

Manchmal sind es Gesten, manchmal Pöbeleien, manchmal übelste Drohungen und Gewalt: Jüdinnen und Juden erleben in Deutschland täglich Feindseligkeit. Was tut die Gesellschaft?

von Verena Schmitt-Roschmann  18.06.2026