Meinung

Treblinka für Schoaleugner

David Irving ist ein freier Mann. Er kann tun und lassen, was er will, also auch reisen, wohin und wann immer es ihm beliebt. Keiner kann den notorischen Hitler-Verehrer und vorbestraften Holocaustleugner daran hindern. Es liegt derzeit nichts gegen den 72-Jährigen vor, was justiziabel wäre. Auch die polnischen Behörden müssten sich schon etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um dem Hobbyhistoriker die Einreise zu verwehren. Das ist mehr als bedauerlich. Denn der braun gesinnte Bücherschreiber plant einen als privat deklarierten »Bildungsurlaub« der perfiden Art: Er will dieser Tage – nach einem Abstecher zum Führer-Hauptquartier »Wolfsschanze« und einem Rundgang durch das ehemalige jüdische Ghetto in Warschau – mit anderen »Touristen« das Vernichtungslager Treblinka besuchen. Vermutlich lautet das Motto der Nazitour: »Gaskammern? Auf den Spuren einer jüdischen Erfindung«. Auschwitz steht übrigens nicht auf dem Besichtigungsprogramm. Dort sei im Disney-Stil alles verfälscht worden, sagt Irving, und nennt den Ort eine polnische »Gelddruckmaschine«. Da zieht es die rechten Herren und Damen doch eher nach Treblinka. Sie sind ja so frei. Manchmal sind Europas offene Grenzen wirklich ein Ärgernis.

Berlin

»Wenn Alice Weidel Kanzlerin wird, bin ich weg!« 

Der Kabarettist Dieter Nuhr sagt, er halte es für einen Fehler, die AfD politisch konsequent auszuschließen. Die Dämonisierung der Partei habe ihr eher genützt

 10.06.2026 Aktualisiert

Berlin

Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis

Der Kabarettist ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden. Zentralratspräsident Josef Schuster würdigte den Kabarettisten für seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus

von Detlef David Kauschke  10.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  10.06.2026

Krieg

»Jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!«

Der US-Präsident sieht die iranischen Streitkräfte am Boden und droht dem Land einmal mehr. Teheran habe die Chance für einen Deal verpasst

 10.06.2026

München

Anklage nach Angriff auf israelisches Konsulat

Ein 24-Jähriger wirft Steine auf die Einrichtung und löst mit einem verdächtigen Rucksack einen größeren Polizeieinsatz aus. Weshalb ihn Ermittler vor Gericht sehen wollen

 10.06.2026

Brandenburg

Goebbels-Villa könnte Zentrum gegen Extremismus werden

Das alte Haus nördlich von Berlin verfällt seit Jahren. Jetztsoll daraus ein Ort gegen Antisemitismus werden

 10.06.2026

Meinung

So macht man Stimmung

Die deutsche Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und der Terrormiliz Hisbollah ist unterkomplex und einseitig. Über die wahren Interessen der Libanesen wird dabei hinweggegangen

von Ahmad Mansour  10.06.2026